Glocken und Uhren der St. Lambertus Kirche in Mettmann wieder im Einsatz
Heute ist der 21.07.2026, und in Mettmann gibt es Neuigkeiten, die das Herz eines jeden Geschichts- und Glockenliebhabers höher schlagen lassen! Nach einer zweiwöchigen Zwangspause sind die Kirchturmuhren und ein Großteil der Glocken der St. Lambertus Kirche wieder im Einsatz. Der Küster Kilian Siepmann kann mit Freude berichten, dass das Uhrwerk und das Geläut Anfang der Woche wieder in Gang gesetzt wurden. Es ist schon verrückt, wie sehr man sich an die vertrauten Klänge gewöhnt, die einem das Gefühl von Heimat geben.
Die Ursache für die Pause war ein defekter Antriebsmotor, dessen Zustand eher unklar war. Möglicherweise hat er einfach das Ende seiner Lebenszeit erreicht – Motoren im Kirchturm sind schließlich extremen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurden zunächst die Sicherungen der übrigen Motoren herausgenommen. Aber keine Sorge, der defekte Motor wurde provisorisch abgetrennt, sodass fünf der sechs Glocken wieder läuten können und die Zeiger der Uhr sich endlich wieder drehen.
Eine lange Tradition
Die St. Lambertusglocke, die im Jahr 1429 gegossen wurde, ist von dem Motorenausfall betroffen und kann erst nach dem Austausch des Motors wieder läuten. Diese Glocke hat eine lange Geschichte und wird üblicherweise nur im Festtagsgeläut verwendet. Man kann sich vorstellen, wie viele Menschen über die Jahrhunderte hinweg den Klang dieser Glocke gehört haben. Sie ist ein Teil des kulturellen Erbes der Gemeinde!
Die Kirchengemeinde hat die Firma HEW aus Herford mit dem Einbau eines neuen Motors beauftragt. Es ist spannend zu sehen, wie alte Traditionen mit moderner Technik verbunden werden. Die Mechanik von Turmuhren ist schließlich ein faszinierendes Thema. Die ersten mechanischen Uhren, die gegen Ende des Mittelalters weit verbreitet waren, boten den Bewohnern der Orte einen zentralen Nutzen: Sie zeigten die Zeit an. Die Uhrwerke wurden über die Jahrhunderte immer weiter verbessert und automatisiert.
Ein Blick auf die Turmuhren
Eine Turmuhr ist im Grunde genommen eine große, weithin sichtbare Uhr, die oft in Kirchtürmen oder Uhrtürmen installiert ist. Zifferblätter sind in der Regel an allen vier Seiten angebracht, sodass jeder die Zeit ablesen kann – egal aus welcher Richtung er kommt. Ursprünglich hatten die Zifferblätter nur einen Stundenzeiger, aber im Laufe der Zeit kamen auch Minutenzeiger hinzu. Es ist schon verrückt, welche Fortschritte in der Technik seit der ersten Gebrauchsanweisung zur Regulierung einer Turmuhr im Jahr 1385 gemacht wurden!
Einige der ältesten Räderuhren mit Gewichtsantrieb sind sogar schon seit 1300 bekannt und konnten volle Stunden durch automatische Glockenschläge verkünden. Wenn man darüber nachdenkt, kann man sich kaum vorstellen, wie viele Menschen in der Vergangenheit sich auf den Klang der Glocken verlassen haben, um den Tag zu strukturieren. Heute sind viele historische Uhren verschlissen oder in private Hände verkauft worden, aber die Restaurierung dieser technischen Denkmäler ist ein wichtiger Schritt, um das Erbe zu bewahren.
Die St. Lambertus Kirche und ihre Glocken sind also nicht nur ein Teil der lokalen Geschichte von Mettmann, sondern sie stehen auch für die jahrhundertealte Tradition der Turmuhren, die das Leben der Gemeinschaft geprägt haben. Wenn die Glocken wieder läuten, wird das nicht nur Zeit anzeigen, sondern auch Erinnerungen wecken und Geschichten erzählen – von Festen, Trauer und dem ganz normalen Alltag der Menschen, die hier leben.
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