Der Verlust einer prägnanten Figur in der Stadtentwicklung von Mettmann: Horst Masanek ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Dies bestätigte die Todesanzeige seiner Familie. Masanek war eine Schlüsselfigur in der kommunalen Politik und Stadtentwicklung, die über mehrere Jahrzehnte hinweg das Gesicht Mettmanns prägte. Von 1971 bis 1980 führte er die CDU in Mettmann und war danach fast 20 Jahre als Stadtdirektor tätig, gefolgt von neun Jahren als Vorstandssprecher des Mettmanner Bauvereins bis 2008. Sein Engagement für die Stadt war unermüdlich, und er äußerte sich auch im Alter kritisch zu städtischen Entwicklungen, was seine Leidenschaft für das Wohl seiner Heimatstadt unterstreicht.
Die Trauerfeier für Horst Masanek findet am Dienstag, dem 5. Mai, um 11 Uhr in der Kapelle des Friedhofs an der Goethestraße statt. Die Urne wird anschließend beigesetzt, und die Familie bittet darum, von Beileidsbekundungen am Grabe abzusehen. Masaneks politische Karriere war geprägt von seinem Bestreben, die Stadt Mettmann lebenswerter zu gestalten. Er war aktiv in verschiedenen Initiativen zur Stadtentwicklung, darunter der „Freundeskreis Stadtentwicklung“, der 2025 eine 14-seitige Liste mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen zur Finanzlage der Stadt vorlegte.
Ein Leben für die Stadtentwicklung
Masanek war ein Vordenker in der Mettmanner Stadtentwicklung und spielte eine entscheidende Rolle beim Kauf eines Bauerngutes im Westen der Stadt, was zur Entwicklung des Wohngebiets Mettmann-West führte. Ebenso wird der Erwerb des Neanderhofs als wichtiger Schritt für das Neanderthal Museum gewertet. In den 1980er Jahren war er an einem Gutachten beteiligt, das die Bedeutung des Schienenbusverkehrs nach Düsseldorf herausarbeitete, was letztlich zur Regiobahn führte. Diese Planungen sind bis heute von Bedeutung, da die Regiobahn ab Dezember 2026 die Zuverlässigkeit für Pendler zurückbringen möchte.
Sein Weitblick zeigte sich auch in seiner kritischen Haltung zur städtischen Finanzlage und seinem Vorschlag, Gewerbeflächen zu schaffen, um neue Einnahmen zu generieren. Masanek forderte eine bessere Vermarktung dieser Flächen und ein Leitbild für die Stadt, und er war stets der Meinung, dass die Bürger in Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollten. Dennoch betonte er, dass der Rat letztlich die Entscheidungen treffen müsse.
Ein bleibendes Erbe
Ein weiterer Erfolg in seiner Laufbahn war der Umzug der Schmelzhütte Seibel aus der Stadt, den er als großen Fortschritt ansah. Masanek hatte auch Visionen für die Identifikation Mettmanns mit dem Neandertaler, einschließlich der Idee einer Neandertaler-Figur auf dem Jubiläumsplatz. Trotz seiner politischen Erfolge bedauerte er, dass die Lösungen für das Karstadt-Projekt und eine neue Sportanlage an Genehmigungsbehörden scheiterten.
Die Stadtverwaltung Mettmann, die über 700 Mitarbeiter in verschiedenen Berufen beschäftigt, wird weiterhin von den Grundlagen profitieren, die Horst Masanek gelegt hat. Die Stadt bietet nicht nur eine Vielzahl von Tätigkeitsbereichen, sondern sucht auch engagierte Kolleg_innen, einschließlich Quereinsteiger_innen und Berufseinsteiger_innen. Ausbildungsangebote und Praktikumsmöglichkeiten sind regelmäßig verfügbar, und die Stadt setzt auf transparente Bezahlung sowie flexible Arbeitszeitmodelle. Interessierte können sich online bewerben, was einen modernen Ansatz zur Rekrutierung von Fachkräften darstellt.
Horst Masanek wird in Erinnerung bleiben als ein Mann, der sich leidenschaftlich für das Wohl seiner Stadt eingesetzt hat und der Mettmanns Entwicklung nachhaltig geprägt hat. Der Verlust seiner Stimme in der Stadtpolitik ist eine große Lücke, die nicht leicht zu füllen sein wird. Sein Erbe wird jedoch durch die vielen Projekte und Initiativen, die er angestoßen hat, weiterleben.