In Lindlar-Kemmerich hat die Baustelle an der Kreisstraße 24 nun endlich begonnen. Was lange währt, wird endlich gut! Die Erneuerung der Fahrbahnentwässerung ist nur ein Teil des umfangreichen Projekts. Während die Bauarbeiten im vollen Gange sind, bleibt eine Fahrspur weiterhin für den Verkehr offen. Das ist doch mal eine Nachricht, die den Pendlern ein wenig erleichtern wird, auch wenn Umleitungen über eine Baustraße notwendig sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der barrierefreie Umbau der Haltestelle, die mit einer neuen Wartehalle und vergrößerten Warteflächen ausgestattet wird. Das wird nicht nur den Fahrgästen zugutekommen, sondern auch dem gesamten Stadtbild. Der Bauabschnitt erstreckt sich über rund 230 Meter, vom Ortseingang bis zur Haltestelle „Kemmerich“. Das klingt nach einer Menge Arbeit, die bis Mitte Dezember 2026 dauern soll. Wer mehr über die Einzelheiten erfahren möchte, kann sich auf der Webseite www.obk.de/kreisstrassen informieren.
Herausforderungen bei weiteren Ausbauprojekten
Doch nicht alles läuft reibungslos in der Region. Die Gemeindestraße Reuschsiefen, die von Schloss Heiligenhoven bis zur Rheinstraße führt, sollte ursprünglich zur neuen Kreisstraße 24 ausgebaut werden. Seit Jahren planen Politik und Verwaltung diesen Ausbau, um den Ortskern von Verkehr zu entlasten – insbesondere die Rheinstraße. Der Antrag für den Ausbau wurde bereits 2014 beim Oberbergischen Kreis eingereicht. Doch wie es scheint, gibt es immer noch Schwierigkeiten.
Die SPD-Fraktion in Lindlar hat bereits nach aktuellen Informationen zum Sachstand gefragt. Bürgermeister Georg Ludwig sieht im Moment keine Chancen für die Umsetzung des Ausbaus. Verhandlungen mit betroffenen Grundstückseigentümern scheinen bisher nicht erfolgreich gewesen zu sein. Ludwig versuchte sogar, einen Termin mit einem der Eigentümer zu vereinbaren, bliebt jedoch erfolglos. Irgendwie frustrierend, oder? Ein Mobilitätskonzept für Lindlar soll zwar die Gesamtmobilität und deren Auswirkungen untersuchen, aber die nächsten Schritte sind noch ungewiss. In der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses im April sollen weitere Einzelheiten vorgestellt werden – vielleicht gibt es dann endlich gute Nachrichten.
Bundesverkehrsminister und Investitionen in die Infrastruktur
In der Zwischenzeit hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder Baufreigaben für zahlreiche Neubauprojekte auf Bundesstraßen und Autobahnen erteilt, mit Investitionen von insgesamt rund 4,3 Milliarden Euro. Diese Rekordinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur bis 2029, die mit 169 Milliarden Euro beziffert werden, sollen helfen, das Bundesfernstraßennetz zu erhalten und gezielt auszubauen. Über die Bundesfernstraßen fließt mehr als die Hälfte des Straßenverkehrs in Deutschland – das zeigt, wie wichtig diese Maßnahmen sind.
Das Ganze geschieht in 12 Bundesländern, darunter auch Nordrhein-Westfalen, wo unter anderem die B 64 und A 43 betroffen sind. Vielleicht können die neuen Baufreigaben auch einen positiven Einfluss auf die Situation in Lindlar haben? Man kann nur hoffen, dass die Verantwortungsträger die drängenden Probleme vor Ort bald in den Griff bekommen.
