Berufsfelderkundung im Oberbergischen Kreis: Einblicke in technische und handwerkliche Berufe für Schüler
Im Oberbergischen Kreis, genauer gesagt in Lindlar, fand kürzlich eine spannende Berufsfelderkundung für die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule statt. In Zusammenarbeit mit der ONI-Wärmetrafo GmbH und dem Deutschordens-Altenzentrum Pfarrer-Braun-Haus nahmen die Schüler an einem Tag voller praktischer Einblicke in technische und handwerkliche Berufe teil. Ein Highlight war sicherlich der Moment, als die Schüler unter fachkundiger Anleitung eine elektrische Schaltung bauten – das klingt für viele nach einer echten Herausforderung, aber auch nach einem riesigen Spaß!
Die Bedeutung solcher Veranstaltungen ist nicht zu unterschätzen. Landrat Klaus Grootens brachte es auf den Punkt: Die Kooperation mit regionalen Unternehmen ist entscheidend für die Berufsorientierung junger Menschen. Besonders berührend war die Erfahrung von Ikra Dogan und Najia Fazli, die im Altenzentrum die Vorbereitung zur Medikamenten-Gabe üben konnten. Eine Schülerin äußerte, dass ihr der Rundgang durch das Unternehmen besonders gut gefallen hat. Praktische Erfahrungen zu sammeln, ist einfach unbezahlbar!
Berufsorientierung im Fokus
Die Berufsfelderkundung ist Teil der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) und bietet den Schülern der Klasse 8 die Möglichkeit, an drei Tagen mindestens drei verschiedene Berufsfelder zu erkunden. Ziel ist es, die eigenen Stärken und Interessen zu entdecken und sich eine realistische berufliche Perspektive zu erarbeiten. Im Anschluss folgt ein Praktikum, das einen vertieften Einblick in einen bestimmten Beruf ermöglicht. Dies ist besonders wichtig, um eine fundierte Entscheidung für die Zukunft treffen zu können.
Auf der Homepage der Oberbergischen Berufsfelderkundung können die Schüler aus 16 verschiedenen Berufsfeldern wählen – eine tolle Möglichkeit, um sich mit den eigenen Interessen auseinanderzusetzen! Nach der Erkundung eines Berufsfeldes steht dieses dann allerdings nicht mehr zur Auswahl, was eine gewisse Verantwortung mit sich bringt. Die Unternehmen im Oberbergischen haben die Chance, frühzeitig mit potenziellen Fachkräften in Kontakt zu treten, und können so ihren Standort und ihre Branche für die zukünftigen Mitarbeiter attraktiv machen.
Praktikum als Sprungbrett
Ein Berufsorientierungspraktikum ist der nächste Schritt nach der Potenzialanalyse und hilft den Schülern, ihren Berufswunsch zu festigen. Es richtet sich an all jene, die entweder bereits eine klare Vorstellung von ihrem Traumberuf haben oder aber noch unsicher sind. Hier können sie praxisnah Informationen über Aufgaben, Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen sammeln, die für ihre zukünftige Bewerbung um Ausbildungsstellen von unschätzbarem Wert sind. Das Praktikum ist Teil der Ausbildungsgarantie, die im Aus- und Weiterbildungsgesetz verankert ist, und soll jungen Menschen ohne Berufsabschluss den Zugang zu einer Ausbildung erleichtern.
Die Erkundungstage und das darauf folgende Praktikum sind also nicht nur ein toller Einblick in die Berufswelt, sondern auch eine wertvolle Unterstützung für die berufliche Zukunft der Schüler. Wer weiß, vielleicht steht der nächste Ingenieur oder die nächste Pflegekraft schon bald in den Startlöchern – dank solcher Initiativen!
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