Heute ist der 19. Mai 2026, und während in Österreich die Sonne strahlt, gibt es in Deutschland, genauer gesagt im Oberbergischen Kreis, einiges, was uns zum Nachdenken anregen sollte. Einbruch ist ein ernstes Thema, das nicht nur in Großstädten, sondern auch in kleinen Gemeinden wie Radevormwald und Engelskirchen immer wieder auf der Tagesordnung steht. In den letzten Tagen wurden dort mehrere Einbrüche verzeichnet, die die Polizei auf den Plan rufen und zugleich die Nachbarn alarmieren.
Ein besonders dreister Einbruch ereignete sich zwischen Freitagabend und Samstagmorgen in einer Firma in Radevormwald. Die Täter hebelten ein Rolltor auf und stahlen mehrere Tonnen Wasseruhren aus Messing. Wie viele Kriminelle scheinen sie sich nicht um die Uhrzeit zu scheren – zwischen 22 Uhr und 9:30 Uhr ist es ja auch relativ ruhig. Aber das ist nicht alles: Auch in Lindlar wurde ein Kleintransporter aufgebrochen, und diverse Werkzeuge wechselten den Besitzer. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu diesen Taten – vielleicht hat jemand etwas Verdächtiges bemerkt? Wer etwas gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer 02261/8199-0 oder per E-Mail an poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de melden. Vielleicht können wir gemeinsam dafür sorgen, dass solche Vorfälle seltener werden.
Einbruch in die Privatsphäre
Ein weiteres Beispiel für die steigende Kriminalität sind die Einbrüche in Privathäuser. In einer Kleingartenanlage im Staadter Weg in Engelskirchen wurde zwischen dem 22. März und dem vergangenen Samstag ein Haus heimgesucht. Hierbei schnitt der Täter den Zaun durch und warf ein Fenster ein. Was er entwendete? Ein Akkuschrauber der Marke Bosch – sicherlich kein Luxusgut, aber für den Besitzer ein ärgerlicher Verlust. Es zeigt sich, dass die Täter oft auch vor kleinen Beutezügen nicht zurückschrecken und die Schwelle zur Privatsphäre nicht respektieren.
Wenn wir uns die Zahlen zur Einbruchskriminalität in Deutschland anschauen, wird es nicht besser. Laut einem Bericht gab es im Jahr 2024 rund 90.000 gemeldete Einbrüche. Das ist fast so viel wie im Vorjahr und macht einen Schnitt von etwa alle sechs Minuten ein Einbruch. Die durchschnittliche Schadenssumme ist von 3.600 auf 3.800 Euro gestiegen. Das sind Summen, die einem wirklich zu denken geben und die eigene Sicherheit in Frage stellen – nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land.
Prävention gegen Einbrüche
Die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung (GDV) hat einige Empfehlungen ausgesprochen, wie man sich besser schützen kann. Einbruchhemmende Sicherungen, wie Querriegelschlösser, sowie Alarmanlagen können effektive Maßnahmen sein. Auch die Sichtbarkeit der Immobilie sollte erhöht werden, zum Beispiel durch Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern. Eine einfache, aber oft unterschätzte Hilfe sind aufmerksame Nachbarn, die ein Auge auf die Umgebung haben. Das kann Gold wert sein.
In Zeiten, in denen die Zahlen der Einbrüche stark schwanken, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass Sicherheit kein Zufall ist. Die Dokumentation von Wertsachen, sei es durch Fotos oder Rechnungen, kann im Falle eines Einbruchs enorm hilfreich sein für die Wiederbeschaffung und die Schadensregulierung. Ein bisschen Vorsorge kann also nicht schaden, und vielleicht gibt es ja einen Nachbarn, der mit einem Auge auf das eigene Zuhause aufpasst.
Wenn wir alle gemeinsam aufpassen und die Augen offen halten, können wir vielleicht die Zahl der Einbrüche reduzieren. Und wer weiß – vielleicht wird das nächste Mal, wenn wir die Nachbarn beim Grillen treffen, nicht über Einbrüche gesprochen, sondern über die neuesten Gartenpflanzen oder das nächste große Fußballspiel. Es wäre doch schön, wenn die Nachbarschaft wieder mehr zur Gemeinschaft wird, oder?
Für weitere Informationen zu den Einbrüchen und zur Sicherheit in der Region, siehe auch Oberberg Aktuell oder für einen breiteren Überblick über die Kriminalität in Deutschland Tagesschau.
