Elif Kaya wird neue Chefärztin der Kardiologie am Christlichen Klinikum Paderborn
In Paderborn gibt es aufregende Neuigkeiten aus dem Gesundheitswesen: Elif Kaya wird die neue Chefärztin der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie am Christlichen Klinikum Paderborn (CKP). Sie tritt die Nachfolge von Andreas Schärtl an, der nach 14 Jahren in dieser Position in den Ruhestand geht. Kaya bringt eine beeindruckende Expertise mit – zuvor war sie Chefärztin der Rhythmologie am Clemenshospital Münster, wo sie innovative Therapien wie kabellose Herzschrittmacher und Implantierbare Defibrillatoren (ICD) anbot. Diese Geräte sind entscheidend für die Behandlung lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen, da sie im Notfall Schocktherapien abgeben, um den Herzrhythmus wiederherzustellen. Mehr Informationen dazu gibt es hier.
Kaya hat an der Georg-August-Universität Göttingen studiert und ihre Facharztausbildung in Innerer Medizin am Universitätsklinikum Münster absolviert. Ihre umfangreiche Erfahrung in der Inneren Medizin, Kardiologie sowie Intensiv- und Notfallmedizin macht sie zur idealen Besetzung für die Leitung der Klinik, die über 43 Betten verfügt und jährlich mehr als 2.000 Herzkatheteruntersuchungen durchführt. Besonders beeindruckend ist das Engagement des Kardiologenteams: Jedes Jahr werden rund 800 Eingriffe an eingeengten Herzkranzgefäßen durchgeführt. Zudem wurde die Klinik als „Cardiac Arrest Center“ zertifiziert, was bedeutet, dass Patienten nach einem Herz-Kreislaufstillstand deutlich bessere Überlebenschancen haben. Diese Zertifizierung wurde vom Deutschen Rat für Wiederbelebung erteilt.
Ein Blick auf die Zukunft der Kardiologie
Die neue Chefärztin hat bereits Pläne, die Klinik weiterzuentwickeln und das Leistungsspektrum der modernen Kardiologie und Rhythmologie auszubauen. Das bedeutet, dass Patienten in Paderborn bald von noch innovativeren Behandlungsansätzen profitieren können. Elif Kaya ist nicht nur eine erfahrene Kardiologin, sondern auch eine engagierte Lehrende an der medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Ihre Habilitation zum Thema „Innovative Therapieoptionen zur Optimierung der kardialen Devicetherapie“ zeigt, wie ernst sie ihre Rolle als Vorreiterin in der Kardiologie nimmt.
Kaya hat sich zudem auf komplexe Implantationstechniken spezialisiert und die Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie, aktive Herzrhythmusimplantate“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erworben. Ihre Expertise in der Implantation von ICDs, die in verschiedenen Typen wie transvenöse Einkammersysteme oder subkutane Defibrillatoren (S-ICDs) verfügbar sind, könnte für viele Patienten in der Region von entscheidender Bedeutung sein – insbesondere für diejenigen, die an lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen leiden. Die neueste Generation von S-ICDs wird unter der Haut implantiert und bietet Vorteile wie ein geringeres Risiko für sondenassoziierte Komplikationen.
Andreas Schärtl, der die Abteilung seit 2012 leitete und maßgeblich prägte, wird zwar in den Ruhestand gehen, bleibt aber für seine Patienten an zwei Tagen pro Woche erreichbar. Das gibt den Patienten ein gewisses Gefühl von Kontinuität, während sie sich auf die neuen Entwicklungen unter Dr. Kaya freuen können. Die Kliniken in der Region stehen vor einem Wandel, der nicht nur das medizinische Angebot, sondern auch die Lebensqualität der Patienten verbessern wird. Es bleibt also spannend, wie sich die Kardiologie in Paderborn weiterentwickelt!
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