Die kleinen Forscher von Remscheid: Ein interaktives Museumserlebnis für Kinder
Am 22. Juli 2026 fanden sich neun aufgeweckte Kinder aus vier Schulen in Remscheid zusammen, um ihre ganz persönliche Museumsführung zu präsentieren. Das Besondere daran? Diese Führung war nicht einfach eine weitere trockene Museumsrunde, sondern ein Ergebnis von einem Jahr intensiver Arbeit im Museumslabor „RoeLab“. Hier konnten die Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren einmal pro Woche experimentieren und forschen. Es war eine spannende Zeit voller Entdeckungen!
Die kleinen Forscher haben nicht nur mit Röntgenstrahlen experimentiert und sich mit Infrarot- sowie UV-Licht beschäftigt, sondern sie haben auch die Geheimnisse der Elektrostatik erforscht und einen Einblick in den menschlichen Körper erhalten. Das klingt fast wie ein Wissenschafts-Abenteuer, oder? Während ihrer Zeit im Labor haben sie sich außerdem intensiv mit dem Leben und Wirken von Wilhelm Conrad Röntgen auseinandergesetzt und sogar eine iPad-Rallye entwickelt. Diese wurde von Kindern für Kinder gestaltet, was die Führung besonders interaktiv und spannend machte. Der X-Club, der seit 2010 Teil der Bildungsarbeit des Museums ist, bietet alle zwei Jahre neuen Kindern die Möglichkeit, in diese aufregende Welt einzutauchen. Die feierliche Diplomübergabe am Ende der Projektphase war der krönende Abschluss, bei dem die Kinder stolz ihre Familien und Freunde durch die Ausstellung führten. Unter der Anleitung von Dr. Sonja Klarhof und Pia Tolksdorf haben sie ein Stück Wissenschaft lebendig gemacht. Mehr Informationen dazu findet ihr in der Pressemitteilung der Stadt Remscheid.
Ein interaktives Erlebnis im Museum
Die iPad-Rallye, die die Kinder entwickelt haben, ist ein echtes Highlight. Ausgestattet mit einem iPad und der BIPARCOURS-App, begeben sich die Teilnehmer auf eine spannende Schnitzeljagd durch die Ausstellung. Hier gilt es, knifflige Rätsel zu lösen und Aufgaben zu bewältigen. Dabei sind die Antworten in den Ausstellungsräumen versteckt, was das Ganze zu einem echten Abenteuer macht. Fragen wie „Wie entstehen Röntgenbilder?“ oder „Was sind Röntgenstrahlen?“ fordern die Neugier und das Wissen der jungen Entdecker heraus. Diese Methode fördert nicht nur das selbstständige Lernen, sondern macht das Erforschen der Museumsinhalte zu einem spielerischen Erlebnis. Die Kosten für den Biparcours belaufen sich auf 80 €, während man für zusätzliche Workshops 100 € zahlen muss. Wer hätte gedacht, dass Lernen so viel Spaß machen kann?
In diesem Kontext zeigt sich auch die Bedeutung von Museen als Lernorte. Das Kompetenzzentrum Bildung im Museum, gegründet von einer Zusammenarbeit von acht Forschungsmuseen und vier Bildungsforschungseinrichtungen, hat das Ziel, empirische Bildungsforschung zu betreiben. Ein Fokus liegt auf den Besuchsentscheidungen und Lernprozessen in Museen. Die enge Kooperation zwischen empirischer Lehr-Lernforschung und der Museumsvermittlung ist dabei von zentraler Bedeutung. Hier wird erforscht, wie Museumsbesuche gestaltet sein sollten, damit sie für alle Besucher, besonders auch für Kinder, zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Weitere Infos dazu findet ihr auf der Webseite des Leibniz Bildung.
Die Kombination aus praktischen Experimenten, interaktiven Führungen und wissenschaftlicher Forschung zeigt, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig für Naturwissenschaften zu begeistern. Und das geht nicht nur in großen Städten, sondern auch in Orten wie Remscheid – wo kreative Köpfe zusammenkommen, um Neues zu entdecken und Großes zu schaffen.
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