Im Rhein-Erft-Kreis, genauer gesagt in den Städten Pulheim und Wesseling, wurden am Donnerstag, den 23. April 2026, zwei Senioren Opfer eines dreisten Betrugs. Die Täter gaben sich als falsche Polizeibeamte aus und erlangten auf diese Weise Bargeld von ihren ahnungslosen Opfern. In einem weiteren Fall in Brühl konnte ein Betrugsversuch jedoch erfolgreich verhindert werden.

In Wesseling erhielt ein Senior gegen 11:45 Uhr einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten, der ihm versicherte, dass ein Kollege vorbeikommen würde, um die Sicherheit seiner Wertsachen zu überprüfen. Kurze Zeit später klingelte ein Mann an der Haustür des Seniors im Meisenweg. Der Betrüger wurde als 25 bis 30 Jahre alt, 175 bis 180 cm groß und schlank mit einem Schnauzbart beschrieben. Er trug eine schwarze Basecap mit Emblem, ein olivfarbenes Sweatshirt, schwarze Hose und weiße Schuhe. Der Mann nahm das Bargeld des Seniors zur Überprüfung an sich und flüchtete anschließend.

Betrug mit schwerem Verkehrsunfall

In einem ähnlichen Fall erhielt eine Seniorin in Pulheim gegen 16:45 Uhr einen Anruf von einem falschen Polizisten, der behauptete, ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und sie müsse eine Kaution zahlen. Um 17:30 Uhr erschien ein Mann an ihrer Tür, der als etwa 40 Jahre alt und 170 cm groß mit einem Schnurrbart beschrieben wurde. Er holte die vereinbarte Summe ab und floh. Die Seniorin bemerkte den Betrug erst später im Gespräch mit einem Angehörigen.

Die Polizei hat in beiden Fällen Ermittlungen eingeleitet und bittet die Öffentlichkeit um Hinweise. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de melden. In einem weiteren Betrugsversuch in Brühl wurde der Betrug durch aufmerksame Angehörige rechtzeitig bemerkt und die Polizei informiert. Alle Geschädigten haben Strafanzeige erstattet.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Die Polizei warnt eindringlich davor, am Telefon Informationen über Wertgegenstände preiszugeben, und rät, keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen oder Geld an fremde Personen zu übergeben. Vor dem Öffnen der Tür sollte man stets durch den Türspion oder das Fenster prüfen, wer vor der Tür steht. Es ist ratsam, keine Fremden in die eigene Wohnung zu lassen und im Zweifelsfall die Polizei unter 110 zu informieren.

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Diese Vorfälle zeigen erneut, wie wichtig es ist, besonders ältere Menschen vor solchen Betrugsmaschen zu schützen. Betrug und Diebstahl an der Haustür zielen häufig auf diese Altersgruppe ab, da Täter in verschiedenen Rollen auftreten, um Vertrauen zu gewinnen. Trickbetrüger versuchen, unter einem Vorwand in die Wohnungen ihrer Opfer zu gelangen und nutzen Ablenkungsmanöver, um Bargeld oder Wertgegenstände zu stehlen. Die Angst vor kriminellen Bedrohungen ist in den letzten Jahrzehnten bei älteren Menschen gestiegen, auch wenn sie statistisch gesehen seltener Opfer von Straftaten werden.

Für weitere Informationen zur Kriminalprävention steht die Polizei unter der Nummer 02271 81-4848 zur Verfügung. Wichtig ist, sich gegenseitig zu unterstützen und im Zweifel immer das Gespräch mit Nachbarn oder Angehörigen zu suchen.

Für detaillierte Informationen zu den Vorfällen und zur Vorgehensweise der Polizei, besuchen Sie bitte die Quelle: Rundschau Online.