Heute ist der 18. Mai 2026, und während hier in Österreich die ersten Sonnenstrahlen den Tag erhellen, gibt es spannende Neuigkeiten aus Deutschland, genauer gesagt aus dem Rhein-Erft-Kreis. Jürgen Resch, ein Mann, der fast vier Jahrzehnte lang an der Spitze der Deutschen Umwelthilfe (DUH) steht, hat wieder einmal seine Stimme erhoben. Am 20. Mai wird er in Kerpen über bedeutende Erfolge im Bereich Umwelt- und Verbraucherschutz sprechen, darunter das Dosenpfand und die Einführung von Umweltzonen in Städten. Die DUH hat mittlerweile über 500.000 Unterstützer hinter sich vereint – eine beachtliche Zahl, die zeigt, wie wichtig das Thema für viele Menschen ist.
Resch ist nicht nur ein leidenschaftlicher Umweltschützer, sondern auch ein echter Macher. Aufgewachsen am Bodensee, engagierte er sich schon früh für den Umweltschutz und absolvierte seinen Zivildienst beim Bund für Umwelt- und Naturschutz. In Kerpen wird er mit dem Publikum diskutieren – über die positiven Effekte von Fahrverboten für bestimmte Dieselfahrzeuge in Städten wie Köln und Düsseldorf oder den Rückruf von Dieselfahrzeugen mit Abschalteinrichtungen. Diese Erfolge sind nicht einfach nur Zahlen, sie zeigen, dass Veränderung möglich ist, auch wenn die Bundesregierung oft zu zögerlich reagiert.
Erfolge der Umwelthilfe und das Dosenpfand
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Dosenpfand, das am 1. Januar 2003 eingeführt wurde, um die Müllflut durch jährlich bis zu drei Milliarden Blechdosen und Plastikflaschen einzudämmen. Die DUH zieht eine positive Bilanz: Mit einer Rückgabequote von 98,5 Prozent der bepfandeten Einwegverpackungen hat sich das System als Erfolgsmodell erwiesen. Und das Beste daran? Es unterstützt das weltweit größte Mehrwegsystem im Getränkebereich, was nicht nur der Umwelt, sondern auch über 150.000 Arbeitsplätzen zugutekommt. In seinem Buch „Druck machen!“ fordert Resch dazu auf, sich für den Klimaschutz einzusetzen, und ermutigt die Bürger zu aktivem Handeln.
Die Einführung einer Verpackungssteuer zur Reduzierung von Vermüllung und zur Stärkung der Mehrwegquote ist ein weiterer Punkt auf Reschs Agenda. Tübingen war 2022 die erste Stadt, die eine solche Steuer einführte und damit ein Zeichen setzte. Der Rhein-Erft-Kreis könnte dabei eine Vorreiterrolle einnehmen und als „grüne Lunge“ fungieren – ein Symbol und Labor für die Energiewende. Resch sieht hier große Chancen für zukünftige Arbeitsplätze. Dabei bleibt er jedoch nicht nur bei positiven Beispielen stehen, sondern kritisiert auch die laxen Grenzwerte, die es Autoherstellern ermöglichen, die Umwelt zu belasten.
Recycling und Verpackungsproblematik
Im Kontext der Verpackungsproblematik gibt es auch einige positive Entwicklungen. Im Jahr 2022 haben die dualen Systeme in Deutschland die gesetzlichen Recyclingziele für viele Verpackungen erreicht und teilweise sogar überschritten. Die Zuführungsquote für Kunststoffverpackungen zur werkstofflichen Verwertung lag bei 67,5 Prozent – ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu vor vier Jahren. Doch die gesetzlichen Vorgaben für Glasverpackungen und Getränkekartons wurden im Durchschnitt nicht erreicht. Dies zeigt, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, um die Recyclingquote weiter zu steigern.
Bettina Rechenberg vom Umweltbundesamt äußert Besorgnis über die sinkenden Sammelmengen bei Glasverpackungen, was oft auf mangelnde Aufklärung und weniger Stellplätze für Glascontainer zurückzuführen ist. Es ist ein bisschen frustrierend, wenn man bedenkt, dass Glasverpackungen hochgradig recyclingfähig sind, wenn sie korrekt entsorgt werden. Und dann sind da noch die Getränkekartons, die von der Einwegpfandpflicht ausgenommen sind, was zu einer unsachgemäßen Entsorgung führt. Hier fordert die DUH eine Ausweitung der Pfandpflicht. Ein Pfand von 25 Cent für Getränkekartons könnte die Recyclingquote erheblich verbessern.
Es bleibt zu hoffen, dass Diskussionen wie die von Resch in Kerpen nicht nur die Umweltschutzbewegung stärken, sondern auch dazu führen, dass mehr Menschen sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen. Irgendwie liegt es an jedem Einzelnen, die Stimme zu erheben und etwas zu bewegen – für uns und die kommenden Generationen. Es ist an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und gemeinsam für eine bessere Zukunft zu kämpfen!