Heute ist der 27.04.2026. Im Rhein-Erft-Kreis fand kürzlich die 50. Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbands in der St.-Martinus-Schule in Kaster statt. Über 300 Ehrenamtliche waren anwesend, was die Anzahl der verfügbaren Stühle deutlich überstieg. Peter Fenkl, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, kündigte an, dass für zukünftige Versammlungen eine größere Halle zur Verfügung stehen wird.

Der Kreisbrandmeister Thomas Weiler begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung, darunter Bedburgs stellvertretender Bürgermeister Rudolf Nitsche. Nitsche nahm sich die Zeit, den Feuerwehrleuten für ihren unermüdlichen Einsatz während des Hochwassers in Bedburg im September 2025 sowie für die Rettung eines Kleinkindes zu danken. Dies zeigt, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr für die Gemeinschaft ist.

Einsatzstatistiken und interkommunale Zusammenarbeit

Landrat Frank Rock informierte die Anwesenden über die alarmierenden Zahlen aus dem Jahr 2025: Die Feuerwehr wurde unglaubliche 98.843 Mal alarmiert, darunter 7606 Einsätze im Brandschutz und 761 bei Sturm- und Unwetterlagen. Rock betonte die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit sowie neue Themen wie Krisenvorsorge und Zivilschutz, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.

Ein besonderes Highlight der Versammlung war die Ehrung von Feuerwehrleuten für ihre außergewöhnlichen Leistungen. Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands wurde an den ehemaligen Kreisbrandmeister Heinz-Peter Brandenberg verliehen. Darüber hinaus erhielt Feuerwehrmann Rochus Ellmann das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze, während auch weitere Ehrennadeln an Mitglieder für ihre kameradschaftliche Zusammenarbeit verliehen wurden. Schülerinnen und Schüler des Goldenberg-Berufskollegs wurden für ihre kreative Gestaltung einer Skyline des Rhein-Erft-Kreises, die künftig auf Feuerwehrfahrzeugen abgebildet wird, ausgezeichnet.

Engagement und Unterstützung für die Feuerwehr

Die Bedeutung der Feuerwehr geht weit über den unmittelbaren Brandschutz hinaus. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) haben die Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt begrüßt, ein gemeinsames Projekt verschiedener Ministerien, das darauf abzielt, ehrenamtliches Engagement in strukturschwachen und ländlichen Regionen zu fördern. In Deutschland engagieren sich über 1,25 Millionen Menschen ehrenamtlich in der Feuerwehr und leisten somit einen unverzichtbaren Beitrag zur Daseinsfürsorge.

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Die Stiftung wird sich darauf konzentrieren, die Digitalisierung voranzutreiben, Informationsangebote zu bündeln sowie die Nachwuchsgewinnung und Fortbildung zu unterstützen. Jährlich stehen dafür bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung, was die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit in der Feuerwehr unterstreicht. Über 80.000 Jugendleiterinnen und Jugendleiter engagieren sich bereits in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, was zeigt, dass die Feuerwehr auch als Kulturträger vor Ort verwurzelt ist und eine bedeutende Rolle in der demokratischen Struktur der Gesellschaft spielt.

Die jüngsten Entwicklungen und die Würdigung der Feuerwehrleute im Rhein-Erft-Kreis verdeutlichen einmal mehr, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit ist. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und verdient unsere volle Unterstützung und Anerkennung.