Zukunft der Jugendbegegnungsstätte im Rhein-Erft-Kreis auf der Kippe
Heute ist der 27.06.2026 und wir werfen einen Blick auf eine interessante Entwicklung im Rhein-Erft-Kreis, die nicht nur lokal, sondern auch über die Grenzen hinaus von Bedeutung ist. Am 25. Juni hat der Kreisausschuss beschlossen, den Verkauf der kreiseigenen Jugendbegegnungsstätte in Guidel, Frankreich, zu prüfen. Diese Entscheidung kommt nicht von ungefähr, denn die Kreisverwaltung betont, dass das Centre Franco-Allemand (CFA) in der Bretagne nicht kostendeckend betrieben werden kann. Klar ist, dass die Belegungszahlen des CFA nicht ausreichen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Vor der Pacht erhielt die Jugendbegegnungsstätte jährlich einen Zuschuss von durchschnittlich 300.000 Euro – eine Summe, die in Zeiten knapper Kassen schwer zu rechtfertigen ist.
Der aktuelle Betreiber, „Defabre“, eine Tochtergesellschaft der „Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit“, musste aufgrund einer außerordentlichen Kündigung seinen Platz räumen. Interessanterweise hatte „Defabre“ das CFA erst 2020 gepachtet, wobei der tatsächliche Betrieb erst 2022 aufgrund der Corona-Pandemie starten konnte. Es ist schon ein bisschen traurig, dass so ein historischer Ort, der über Jahrzehnte hinweg ein Ziel für Jugendliche aus dem Rhein-Erft-Kreis war, nun auf der Kippe steht. Die Jugendbegegnungsstätte liegt nur 1,2 Kilometer vom Atlantik und dem Golf von Morbihan entfernt und verfügt über eigene Segeljollen und eine Bootswerkstatt – ein Paradies für Segelfreizeiten!
Neuer Pächter, neue Herausforderungen
Die Übergabe der Jugendbegegnungsstätte an einen neuen Pächter, die DEFRABE Gesellschaft für übernationale Begegnungen, war rückwirkend zum 1. Januar 2022 vollzogen worden. Damit soll dem deutsch-französischen Austausch neue Impulse verliehen werden. Auch wenn der Rhein-Erft-Kreis offiziell Eigentümer bleibt, wird der Betrieb und die Durchführung von Begegnungen und Aufenthalten nicht mehr von ihm organisiert. Ein bisschen wie ein Abschied, oder? Aber die Verwaltung bleibt der Ansprechpartner für ansässige Schulen und Interessenten.
Die Kreispolitik hat die Dringlichkeit dieser Entscheidung erkannt, weshalb die Abstimmung in nicht-öffentlicher Sitzung stattfand. Der Verkauf der Immobilie könnte im mittleren einstelligen Millionenbereich liegen, was sicherlich eine große Summe ist. Am 2. Juli wird der Kreistag in seiner Sitzung im Kreishaus in Bergheim den Beschluss formell bestätigen, was in der Regel als Formsache gilt. Dennoch bleibt ein mulmiges Gefühl, wenn man an die Zukunft des CFA denkt.
Ein Blick in die Zukunft
Und es gibt auch Hoffnung für die Zukunft! Der Anbau mit modernen Schulungsräumen für das CFA wird bis Herbst 2024 fertiggestellt. Solche Entwicklungen zeigen, dass man trotz der Herausforderungen nicht aufgibt. Der Fokus liegt weiterhin auf der Stärkung des deutsch-französischen Austausches, und das ist ja auch nicht zu vernachlässigen. Schließlich ist der Austausch über Grenzen hinweg von großer Bedeutung, nicht nur für das CFA, sondern auch für die Jugendlichen, die dort wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Passend dazu fand auch das 20. Jubiläum des Deutsch-Französischen Entdeckungstags statt, an dem über 90 Schüler:innen aus Deutschland und Frankreich teilnahmen. Die Veranstaltung wurde von der Deutschen Sportjugend und dem Comité National Olympique et Sportif Français organisiert. Diese Art von Austausch, sei es im Sport oder in Bildung, fördert das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen den Nationen. Ein Ziel, das wir alle unterstützen sollten!
Für weitere Informationen über das Centre Franco-Allemand und die Buchungsmöglichkeiten, kann man einen Blick auf die Webseite cfa-guidel.org werfen. Wie es weitergeht, bleibt spannend, aber eines ist sicher: Die Geschichte des CFA ist noch lange nicht zu Ende!
Wer mehr über die Hintergründe der aktuellen Situation erfahren möchte, kann sich auch auf der Webseite der Rhein-Erft-Kreis informieren unter rhein-erft-kreis.de. Vielleicht gibt es ja bald positive Neuigkeiten aus Guidel!
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Technisch repräsentiert unser neues Magazin-System den aktuellen Stand der Technik für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und für die Redaktion langfristig wartbar. Die Umsetzung dieser hohen Standards wurde von Daniel Wom und VeloCore mit dem Anspruch realisiert, eine langlebige und zukunftssichere Lösung zu schaffen.
