Jagd auf Waschbären im Kreis Altenkirchen: Bedrohung für die heimische Tierwelt
Heute ist der 11.06.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Kreis Altenkirchen, wo die Jagd auf Waschbären an Bedeutung gewonnen hat. Am Stadtrand von Altenkirchen hat Jäger Benedikt Börgerding eine Falle aufgestellt, die speziell für die lebendige Fangmethode konzipiert wurde. Diese Falle, die mit einem Köder bestückt ist, wird durch einen Mechanismus ausgelöst, sobald ein Waschbär an den Leckerbissen schnuppert. In der Weihnachtszeit kommen Lebkuchen zum Einsatz, während im restlichen Jahr Kekse, Schokoladencreme oder Trockenfrüchte verwendet werden. Praktisch, oder? Dank eines Senders an der Falle erhält Börgerding sofort eine Benachrichtigung auf sein Handy, wenn ein Tier gefangen wird.
Doch nicht nur Waschbären werden in der Falle gesichtet. Börgerding lässt auch andere Tiere wie Iltisse, Igel oder Wildkatzen, die nicht gefährdet sind, wieder frei. Waschbären hingegen, die in der Falle landen, haben weniger Glück – sie werden von ihm erschossen. Der Jäger ist einer von 20, die von der Kreisverwaltung eine solche Falle erhalten haben, wobei die Nachfrage unter den Jägern laut der Verwaltung höher war als das Angebot an Fallen. Diese Anstrengungen sind notwendig, denn Waschbären stellen eine Bedrohung für heimische Tierarten im Westerwald dar. Christian Heidtmann von der Unteren Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass in den letzten Jahren dokumentierte Angriffe auf seltene Arten durch Waschbären verzeichnet wurden.
Steigende Zahlen und Bedrohungen
Die Zahlen sind alarmierend. Im Jagdjahr 2015/16 wurden im Kreis Altenkirchen 27 Waschbären erlegt, doch im Jagdjahr 2023/24 stieg diese Zahl auf 435. Eine erhebliche Zunahme, die nicht ignoriert werden kann. Die Jagd auf Waschbären soll laut den Behörden nicht zu ihrer Ausrottung führen, sondern vielmehr den Schutz von bedrohten Arten in Naturschutzgebieten gewährleisten. Es ist ein heikles Thema – die Balance zwischen der Erhaltung der Biodiversität und der Bekämpfung invasiver Arten wie dem Waschbären.
Das Phänomen ist nicht nur lokal. Laut dem Deutschen Jagdverband (DJV) melden über 90 Prozent der Jagdreviere in Nordosten und Mitte Deutschlands Vorkommen von Waschbären. Und die Zahlen steigen rasant: 2023 berichteten 69 Prozent der Jagdreviere von Waschbär-Vorkommen, was fast 75 Prozent mehr ist als noch 2011. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der zur Strecke gebrachten Waschbären von rund 96.000 auf etwa 239.000 mehr als verdoppelt. Besonders in Ostdeutschland und Hessen ist die Dichte dieser Tiere alarmierend hoch.
Die Auswirkungen auf die heimische Tierwelt
Waschbären sind nicht einfach nur ein Ärgernis – sie gefährden auch die heimische Tierwelt. Eine Studie im Rahmen des Projekts ZOWIAC zeigt, dass sie bestandsbedrohende Auswirkungen auf Amphibien- und Reptilienarten haben. Die kleinen Räuber fressen Grasfrösche, Erdkröten und sogar die seltene Äskulapnatter. In einem Naturschutzgebiet in Osthessen wurden kürzlich über 400 gehäutete Erdkröten in nur einer Stunde gezählt. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Waschbären nicht nur ein Problem für die Jäger, sondern auch für die Natur sind.
Der DJV fordert daher ein klares politisches Bekenntnis zur Fangjagd und eine staatliche Förderung, um der Bedrohung seltener Amphibien durch Waschbären entgegenzuwirken. Der Wildbestand hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert, insbesondere bei Waschbären, deren Zahl seit 2013/14 um fast 150 Prozent zugenommen hat. Die Situation ist komplex und erfordert einen durchdachten Umgang mit den Herausforderungen, die diese invasiven Arten mit sich bringen.
Ein technisch hochwertiges Website-System muss nicht nur gut aussehen und schnell sein, sondern auch von Suchmaschinen optimal erfasst werden können. Genau hier setzt die Umsetzung von Daniel Wom / VeloCore an – mit sauberem Code, strukturierten Daten und einer Architektur, die sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen optimale Bedingungen schafft.
