Heute ist der 27.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die Lebensbedingungen in deutschen Gemeinden, insbesondere in Rheinland-Pfalz. Der IW-Gemeindecheck „Daseinsvorsorge“, im Auftrag von Philip Morris durchgeführt, hat die Situation in fast 11.000 Gemeinden unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind aufschlussreich – und zum Teil beunruhigend.
Die Analyse basiert auf 17 Indikatoren, die sich über die Bereiche Digitales, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Bildung erstrecken. Dabei zeigt sich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Während in Nordrhein-Westfalen über 50% der Gemeinden in den Kategorien „sehr gut“ und „gut“ abschneiden, sieht es in Rheinland-Pfalz eher mau aus. Hier rangiert man im bundesweiten Vergleich am Ende, zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Besonders der Norden von Rheinland-Pfalz ist von schlechterer Versorgung betroffen.
Schlechte Bewertungen für viele Gemeinden
Im Kreis Altenkirchen gibt es nur zwei Gemeinden, die als „sehr gut“ bewertet wurden: Altenkirchen und Mudersbach. Ein Blick auf die anderen Gemeinden zeigt jedoch ein anderes Bild. Orte wie Harbach, Katzwinkel und Idelberg fallen in die Kategorie „sehr schlecht“. Da kann man sich schon fragen, wie es in der Nachbarschaft aussieht! Im benachbarten Kreis Neuwied ist die Lage ähnlich. Gemeinden wie Rodenbach, Ratzert und Thalhausen stehen ebenfalls nicht gut da.
Ein gemischtes Bild zeigt der Westerwaldkreis: Hier schneiden die urbaneren Zentren wie Montabaur gut ab, während kleinere Gemeinden mit schwächeren Bewertungen kämpfen. Die Lage zwischen den Ballungsräumen Köln/Bonn und Rhein-Main spielt dabei eine wichtige Rolle. Man kann fast sagen, dass die großen Städte wie ein Magnet wirken und die ländlichen Regionen in den Schatten stellen.
Der letzte Platz: Hirschthal
Ein besonders trauriges Beispiel ist Hirschthal in der Südwestpfalz, das den letzten Platz im Ranking belegt. Das ist schon ein starkes Stück. Im Vergleich dazu glänzt Haar bei München als die am besten versorgte Gemeinde bundesweit. Die Studie hebt hervor, dass 30% der ostdeutschen Städte als „sehr gut“ versorgt gelten, während es im Westen nur knapp 20% sind. Ein klarer Hinweis darauf, dass nicht nur die geografische Lage, sondern auch die politischen Rahmenbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Daseinsvorsorge haben.
Die Umfrage unter 5.455 Personen zeigt, dass 53% der Deutschen ihre Daseinsvorsorge positiv bewerten. Aber das ist wohl eher eine optimistische Sichtweise, wenn man bedenkt, wie viele Menschen in weniger gut versorgten Gemeinden leben. Die größte Herausforderung bleibt die Versorgung in den Bereichen ÖPNV, Gesundheitsversorgung, digitale Infrastruktur sowie Freizeit- und Kulturangebote.
Insgesamt zeigt der IW-Gemeindecheck, dass es in Deutschland große Unterschiede in der Lebensqualität gibt. Während einige Gemeinden florieren, kämpfen andere ums Überleben. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Daseinsvorsorge in den kommenden Jahren entwickeln wird – gerade in einer Zeit, in der digitale Lösungen und Mobilität immer wichtiger werden.
