In Altenkirchen, einer charmanten Stadt im Westerwald, tut sich einiges. Der Stadtrat hat die Sanierung des Schlossplatzes und der oberen Wilhelmstraße beschlossen – ein Meilenstein für die lokale Infrastruktur! Die Ausführungsplanung liegt bereits vor und wird demnächst im Stadtrat vorgestellt. Das Projekt, das bis Ende 2027 abgeschlossen sein soll, erhält einen stattlichen Zuschuss von 1,237 Millionen Euro aus Landesmitteln, und zwar im Rahmen des Förderprogramms „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mindestens 2,5 Millionen Euro. Das klingt nach einer großen Sache, oder?
Die Ausschreibung der Gewerke soll bis Ende Juli erfolgen, mit einer voraussichtlichen Auftragsvergabe am 20. August. Eine wichtige Maßnahme ist die Erneuerung des „Deckels“ über der Tiefgarage, die bis Weihnachten 2026 abgeschlossen sein soll. Für alle, die neugierig sind: Eine Info-Veranstaltung für Bürger ist angedacht, der Termin steht jedoch noch nicht fest. Besucher dürfen sich auf einen revitalisierten Schlossplatz freuen, der mit 3850 Quadratmetern Platz für Konzerte, Marktstände und Schützenparaden bietet.
Nachhaltige Stadtentwicklung im Fokus
Die Gestaltung orientiert sich an den Nutzungsgrundsätzen wie Barrierefreiheit, Auflockerung und mehr Aufenthaltsqualität. Landschaftsarchitekt Martin Heinemann hat das Grundkonzept entworfen, das auch Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas umfasst. Dazu gehören transportable Pflanzcontainer und zusätzliche Begrünung – ein Schritt in die richtige Richtung. Fred Jüngerich, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, hebt die Bedeutung dieser Förderung hervor. Bei der Übergabe des Förderbescheids durch Simone Schneider, Staatssekretärin im Ministerium des Inneren und für Sport, waren auch Vertreter der Verwaltung und Landtagsabgeordneter Dr. Matthias Reuber anwesend.
Altenkirchen setzt damit eine erfolgreiche Stadtentwicklungsstrategie fort, die in den letzten Jahren zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht hat. Die Mittel aus dem Städtebauförderprogramm sollen der Umgestaltung der oberen Wilhelmstraße und des Schlossplatzes dienen. Hierbei wird nicht nur die Decke der Tiefgarage abgedichtet, sondern auch der Belag des Schlossplatzes ausgetauscht. Ziel ist es, den zentralen Innenstadtbereich dauerhaft zu erhalten und aufzuwerten.
Bundesweite Initiativen zur Stadtentwicklung
Die Städtebauförderung des Bundes hat in den letzten 50 Jahren viel für die nachhaltige Stadtentwicklung in Deutschland geleistet. Im Bundeshaushalt 2024 stehen 790 Millionen Euro für diese Programme zur Verfügung. Die Ziele sind klar: Innenstädte stärken, sozial benachteiligte Quartiere stabilisieren und nachhaltige städtebauliche Strukturen schaffen. Seit 2020 sind Klimaschutzmaßnahmen sogar Fördervoraussetzung in allen Programmen, was die Relevanz solcher Projekte unterstreicht.
Die Programme „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zeigen, dass die Stadtentwicklung in Deutschland ernst genommen wird. Im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ werden sogar bis zu 5 Millionen Euro pro Projekt vergeben – ein echter Anreiz für viele Kommunen, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Städte zu beteiligen.
Altenkirchen ist also nicht allein, sondern Teil eines größeren Plans, der die Städte in Deutschland in eine nachhaltige Zukunft führen soll. Wer die Entwicklungen im Westerwald verfolgt, darf gespannt sein, wie sich der Schlossplatz und die Wilhelmstraße in den kommenden Jahren verändern werden.
