Heute ist der 11.06.2026. Die Nachricht, die uns erreicht hat, ist schwer und zieht einen tiefen Schatten über den Landkreis Bernkastel-Wittlich. Alexander Licht, ein langjähriger und prägender CDU-Politiker, ist im Alter von 73 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Seine Familie und die CDU Rheinland-Pfalz haben die traurige Todesmeldung veröffentlicht. Licht war nicht nur ein politisches Schwergewicht in der Region, sondern auch eine Persönlichkeit, die viele Generationen geprägt hat.

Geboren in Brauneberg, übernahm Licht bereits mit 23 Jahren den Winzerbetrieb seines Vaters und legte 1975 die Prüfung zum Winzermeister ab. Sein Engagement in der Politik begann in den 1970er-Jahren. Als Mitglied der CDU seit Mitte der 1970er-Jahre setzte er sich unermüdlich für die Entwicklung seiner Heimatregion ein. Fast 30 Jahre lang war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Bernkastel-Wittlich – eine Zeitspanne, in der er die politische Landschaft aktiv mitgestaltete.

Ein Leben für die Politik

Von 1991 bis 2020 war Licht Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, wo er sich vor allem als umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion einen Namen machte. Seine politische Laufbahn war geprägt von einem unermüdlichen Einsatz für kommunale Themen und die Belange seiner Region. Ab 1998 war er Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Bernkastel-Wittlich und engagierte sich bis zuletzt im Kreistag sowie im Verbandsgemeinderat. Das Bild, das er von seiner Heimat hinterlässt, ist das eines leidenschaftlichen Politikers, der stets das Wohl der Bürger im Blick hatte.

„Er galt als engagierter Vertreter der Region“, so CDU-Landesvorsitzender Gordon Schnieder, der Licht als prägende Persönlichkeit der CDU Rheinland-Pfalz würdigte. Auch in kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen war Licht aktiv, lange Zeit als Vorsitzender der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte, der Vorgängerinstitution der Cusanus Hochschule.

Ein Vermächtnis der Verantwortung

Sein Werdegang ist beeindruckend: Er war nicht nur Mitglied im Ältestenrat des Landtags und in mehreren Ausschüssen, darunter Innenausschuss und Ausschuss für Landwirtschaft und Weinbau, sondern auch ein Vorreiter in der Jungen Union, die er 1979 in Brauneberg mitgründete. Der Streit um die Neuausrichtung der Cusanus Hochschule im Jahr 2020, bei dem Licht der Hochschulleitung vorwarf, die Lehren von Nikolaus von Kues verlassen zu haben, zeigt, wie leidenschaftlich er für seine Überzeugungen kämpfte.

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Alexander Licht hinterlässt seine Frau und drei Kinder. Sein Engagement für die Region und seine unermüdliche Arbeit werden nicht nur in den Herzen der Menschen, die ihm begegnet sind, weiterleben. Die Erinnerungen an seine Beiträge zur Politik und Gesellschaft werden noch lange nachhallen.