Im Rahmen des Weltbienentags am Mittwoch, den 20. Mai, wird im Rheingönheimer Wildpark in Ludwigshafen ein spannendes Event stattfinden. Von 9.30 bis 14 Uhr geben die Imker des Bereichs Grünflächen und Friedhöfe beim Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen wertvolle Tipps zur bienenfreundlichen Gestaltung von Balkonen und Gärten. Es ist eine tolle Gelegenheit, mehr über die kleinen, fleißigen Insekten zu erfahren, die einen so wichtigen Beitrag zu unserer Umwelt leisten!

Unter der Leitung von Imker Roland Roese, Teamleiter Ausbildung und Baukolonne Grünbetrieb, können Besucher sich auf viele interessante Präsentationen freuen. Ein Highlight wird sicherlich die Vorführung von Bienentränken sein, die nicht nur schick aussieht, sondern auch den Bienen hilft. Außerdem gibt es Bastelanleitungen für den heimischen Gebrauch, die es ermöglichen, eigene bienenfreundliche Oasen zu schaffen. Wer schon immer mal einen Blick auf ein Bienenvolk werfen wollte, hat die Chance, dies in einem Glaskasten zu tun. Und für alle, die gerne Hand anlegen, gibt es echte Honigwaben zum Anfassen!

Bienenfreundliche Gestaltung von Gärten und Balkonen

Ein schöner Garten oder Balkon kann viel mehr sein als nur eine Augenweide – er kann auch ein Rückzugsort für Bienen werden. Ein bienenfreundlicher Garten benötigt kontinuierlich blühende Pflanzen von Frühling bis Herbst. Pflanzen wie Weiden, Phacelia und Efeu sind für die kleinen Bestäuber besonders wichtig. Aber nicht nur das: Sauberes Wasser in flachen Schalen und natürliche Nistplätze wie sandige Bodenstellen oder Hartholzblöcke sind unerlässlich. Und eine Sache ist klar: Verzicht auf Pestizide und eine Toleranz gegenüber einer gewissen Unordnung im Garten können wahre Wunder bewirken!

Die aktuelle Lage ist besorgniserregend: In Deutschland sind mehr als 50% der 560 heimischen Wildbienenarten bestandsgefährdet. Eine alarmierende Statistik zeigt, dass 39 Arten bereits ausgestorben sind und 31 Arten vom Aussterben bedroht sind. Die Biomasse der Fluginsekten ist seit 1989 um bis zu 80% zurückgegangen. Um dem entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung 2022 ein Aktionsprogramm zum Insektenschutz ins Leben gerufen, das unter anderem den Einsatz von Glyphosat in sensiblen Bereichen verbietet.

Pflanzen für einen bienenfreundlichen Garten

Die Auswahl der richtigen Pflanzen ist entscheidend. Heimische Obstbäume und Wildsträucher, wie Faulbaum, Hartriegel und Schlehe, ziehen Bienen und Hummeln an. Auch Küchenkräuter wie Salbei und Zitronen-Thymian sind hervorragende Nahrungsquellen. Um einen Garten bienenfreundlich zu gestalten, empfehlen Experten, Rasenflächen nur zweimal im Jahr zu mähen, damit Wildblumen zur Blüte kommen können. Ein Wildblumenbeet oder eine Aussaat von Wildblumenmischungen tragen ebenfalls zur Biodiversität bei und bieten eine Fülle an Nektar für unsere kleinen Freunde.

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Besonders wichtig ist es, die Blühzeiten über das ganze Jahr hinweg zu planen. Im Frühling sind Weidenkätzchen und Obstblüten ein Muss, während im Sommer Lavendel und Kornblumen auf dem Speiseplan stehen sollten. Im Herbst können Efeu und Herbstastern den Bienen noch eine letzte Nahrungsquelle bieten, bevor der Winter Einzug hält. Und nicht zu vergessen: Totholz und Laubhaufen sind hervorragende Überwinterungsmöglichkeiten für viele Insekten.

Die Veranstaltung im Rheingönheimer Wildpark ist also nicht nur eine Gelegenheit, sich über Bienen zu informieren, sondern auch eine Einladung, selbst aktiv zu werden und das eigene Umfeld bienenfreundlicher zu gestalten. Wer weiß, vielleicht entdeckt man dabei seine Leidenschaft für das Gärtnern oder wird zum nächsten Imker!

Für weitere Informationen über die Veranstaltung und Tipps zur Gestaltung eines bienenfreundlichen Gartens, werfen Sie einen Blick auf den Artikel von Rheinpfalz, sowie auf die Empfehlungen von Bienenquelle und Bund Naturschutz.