Heute ist der 28.05.2026, und in Mainz gibt es Neuigkeiten, die gewaltig Wellen schlagen. Die Hochstraße in Mainz-Mombach, die seit fünf Jahren gesperrt ist, wird ab Herbst abgerissen. Der Grund für die Schließung liegt auf der Hand: Die Brücke, die 1969 erbaut wurde, ist marode und gefährdet die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Die letzten Autos rollten vor fünf Jahren über die 1,3 Kilometer lange Strecke. Jetzt heißt es Abschied nehmen, denn der Abbau beginnt bald.
Die Arbeiten werden von einer Firma aus Ulm durchgeführt, die sowohl die Planung als auch den Abriss und die Entsorgung übernimmt. Die Kosten für dieses umfangreiche Projekt belaufen sich auf mindestens 33 Millionen Euro. Das klingt nach einer Menge Geld! Und das ist es auch, besonders wenn man die Komplexität des Abrisses bedenkt. Die Hochstraße befindet sich in einer dicht bebauten Gegend, und gleich drei Bahntrassen verlaufen unter der Brücke. Diese müssen während des Abbruchs zeitweise gesperrt werden – ein logistischer Albtraum, könnte man meinen.
Abrissdetails und Verkehrsbehinderungen
Der Abbruch ist nicht einfach ein „Wir reißen mal schnell was ab“. Geplant ist, die Brücke von Juni 2027 bis Ende 2028 abzubrechen. Dabei wird schweres Gerät eingesetzt, um die Brücke in Stücke zu teilen, die dann mit einem Kran abtransportiert werden. Die Bahnstrecken unter der Hochstraße werden ebenfalls betroffen sein: Zunächst wird die Verbindung zwischen Mainz und Alzey ab Juni 2027 für einen Monat gesperrt, gefolgt von der Strecke Köln-Mainz ab März 2028 und schließlich Mainz-Mombach und Wiesbaden ab April 2028. Das wird sicher zu Verkehrsbehinderungen führen und viele Pendler auf die Probe stellen.
Ein weiteres Opfer dieses Abrisses ist das Tierheim Mainz, das aufgrund der Bauarbeiten umziehen muss. Man fragt sich, wo all die Tiere hin sollen – es ist eine herausfordernde Zeit für die Verantwortlichen. Auch Axel Weber, Besitzer der Eventlocation Alte Lokhalle, äußert Bedenken. Er fürchtet nicht nur um seinen Umsatz, sondern auch um mögliche Schäden an seinem denkmalgeschützten Gebäude. Das ist ein echter Schicksalsmoment für viele Anwohner und Geschäfte in der Umgebung.
Die nächsten Schritte für Mainz-Mombach
Die Stadt hat bereits Gespräche mit Anliegern und Eigentümern geführt, um die Auswirkungen so gut wie möglich abzufedern. Es wurde versprochen, dass Bereiche nur während der Arbeiten gesperrt werden. Das klingt nach einem vernünftigen Ansatz, aber ob das die Sorgen der betroffenen Anwohner und Geschäftsinhaber wirklich lindern kann, bleibt abzuwarten. Immerhin sollen die Arbeiten Ende 2028 oder Anfang 2029 abgeschlossen sein. Ein langes Warten für alle Betroffenen.
Die Entscheidung, die Hochstraße abzureißen, ist also nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein gesellschaftlicher Einschnitt. Viele Menschen sind betroffen, und die nächste Zeit wird zeigen, wie Mainz mit diesen Veränderungen umgehen wird. Die Stadt hat viel zu tun und es bleibt zu hoffen, dass die zukünftige Verkehrsinfrastruktur besser funktioniert. Das könnte für die Anwohner und Pendler in Mainz-Mombach ein Lichtblick sein, auch wenn die Gegenwart gerade alles andere als einfach ist.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem Artikel von SWR Aktuell.
