Neues gastronomisches Highlight im Zollhafen Mainz
Heute ist der 30.06.2026 und die Meldungen aus Mainz könnten kaum spannender sein. Der Zollhafen-Areal, das seit 2009 schrittweise umgestaltet wird, hat nun ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Das letzte Grundstück im Zollhafen, speziell das Baufeld „Rheinterrasse“ mit stolzen 500 Quadratmetern, wurde vergeben. Hier wird bald ein neues gastronomisches Angebot entstehen, das die Herzen der Mainzer und ihrer Gäste höher schlagen lassen dürfte.
Geplant ist eine Mischung aus Gastronomie mit einem echten Highlight: Eine Rooftop-Bar, ein Biergarten, ein Kiosk mit Eislädchen, ein Restaurant und eine Event-Location werden den neuen Platz bereichern. Das klingt nach einem perfekten Ort, um nach einem langen Arbeitstag oder einem Stadtbummel die Seele baumeln zu lassen. Die Betreiber, Jan Willem Appeltrath und Nils Rauer, sind keine Unbekannten in der Gastronomieszene, haben sie doch bereits mehrere Lokale in der Innenstadt etabliert. Ihr Konzept richtet sich an Neubürger, Beschäftigte des Zollhafen-Quartiers, Anwohner der Neustadt sowie Gäste aus Mainz, Wiesbaden und der gesamten Rhein-Main-Region.
Ein Schlussstein in der Entwicklung
Der Bau des zweigeschossigen Hauses, entworfen vom Architektenbüro Formaat, soll so schnell wie möglich beginnen. Baudezernent Ludwig Holle bezeichnete das Projekt als „Schlussstein“ der Zollhafenentwicklung, die schließlich 1400 neue Wohnungen und bis zu 4000 Arbeitsplätze schaffen soll. Ein ambitioniertes Vorhaben, das den Zollhafen nicht nur als Wohn- und Arbeitsort, sondern auch als kulturelles und gastronomisches Zentrum in der Region etabliert.
Doch während der Zollhafen floriert, gibt es auch weniger erfreuliche Nachrichten aus Mainz. Die Kunsthalle Mainz, die seit 2008 zeitgenössische Werke ausstellt, sieht sich einer ungewissen Zukunft gegenüber. Nach 18 Jahren droht eine Schließung oder Umstrukturierung. Die Stadtwerke Mainz AG, die bis dato die Kunsthalle finanziert haben, ziehen sich aus ihrer führenden Rolle zurück. Die Diskussion über die Zukunft der Kunsthalle soll ohne Zeitdruck erfolgen, was in Anbetracht der anstehenden Ausstellungen bis Spätsommer 2027 vielleicht etwas beruhigend klingt. Aber die Unklarheit über die künstlerische Leitung, nachdem die bisherige Direktorin Stefanie Böttcher ihren Posten verlassen hat, wirft Fragen auf.
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklungen im Zollhafen und die Unsicherheiten rund um die Kunsthalle sind bezeichnend für die dynamische Phase, in der sich Mainz momentan befindet. Die Stadt hat viel zu bieten und gleichzeitig steht sie vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Wie sich die Gastronomie und das kulturelle Angebot in den kommenden Jahren entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Mainz ist auf einem spannenden Weg und wird mit seinen neuen Angeboten und Projekten sicherlich noch viele Besucher anziehen.
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