Weltkriegsbombe in Mainz erfolgreich entschärft – Evakuierungen auch in Frankfurt
Heute ist der 18.06.2026 und wir berichten über einen spannenden, wenn auch angespannten Tag in Mainz. Alexander Schäfer vom Kampfmittelräumdienst hat eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft. Die Bombe, die in einem Wohngebiet gefunden wurde, sorgte für einiges an Aufregung. Mit einer Entschärfungszeit von nur 45 Minuten kann das Team stolz auf ihre Arbeit sein, denn der Zünder der Bombe ließ sich problemlos ausbauen. Man hatte eigentlich mit mehr Schwierigkeiten gerechnet, da der Zünder stark beschädigt und verwittert war. Nach der erfolgreichen Entschärfung wird die Bombe nun nach Koblenz gebracht, wo sie in einem Spezialbetrieb entsorgt wird. Die Maßnahmen waren notwendig, denn etwa 1.900 Menschen mussten das Gebiet sicherheitshalber verlassen. Diese Rückkehr in ihre Wohnungen, die nun wieder sicher sind, dürfte für viele eine Erleichterung sein. Insbesondere für die rund 70 Personen, die in einer Notunterkunft am Bruchwegstadion untergebracht waren und nun wieder nach Hause dürfen.
Evakuierungsmaßnahmen in Frankfurt
Ähnlich dramatische Szenen spielten sich auch in Frankfurt am Main ab, wo am Donnerstag eine beschädigte 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt wurde. Die Bombe, die teilweise aufgerissen war und deren Zünder stark deformiert war, wurde von Bauarbeitern im Bilsteinweg gegen 12 Uhr entdeckt. Die Feuerwehr ließ daraufhin rund 2.500 Menschen aus einem Umkreis von 300 Metern evakuieren. Zu den betroffenen Einrichtungen gehörten mehrere Geschäfte, darunter eine Apotheke, ein Kiosk und ein Supermarkt. Glücklicherweise war die Justizvollzugsanstalt Preungesheim nicht betroffen.
Die Evakuierung war eine koordinierte Aktion. Feuerwehr und Ordnungsamt informierten die Bevölkerung gegen 16 Uhr mit Lautsprechern und durch Hausbesuche. Der Einsatz war umfassend: Rund 120 Kräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren im Einsatz, unterstützt von Polizei, Ordnungsamt, Energieversorgern und Verkehrsbetrieben. Besonders bemerkenswert war, dass auch nicht gehfähige Personen von den Einsatzkräften transportiert wurden. Ein Polizeihubschrauber überwachte den Sperrbereich aus der Luft, was die Situation zusätzlich dramatisch machte. Die Johanniter richteten sogar eine Betreuungsstelle in der Berner Straße 103 in Nieder-Eschbach ein, die auch Haustiere aufnahm – ein wirklich durchdachtes Detail in einer solchen Krisensituation.
Ein Ende in Sicht
Die Evakuierung in Frankfurt wurde gegen 21 Uhr abgeschlossen. Ein paar Minuten später, um 21:49 Uhr, meldete das Regierungspräsidium Darmstadt die erfolgreiche Entschärfung der Bombe. Kurz nach der Entschärfung hob die Feuerwehr den Sperrbereich auf, und die Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Es ist schon erstaunlich, wie schnell solche Einsätze organisiert und durchgeführt werden, und wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen ist. In beiden Städten, Mainz und Frankfurt, zeigt sich, dass das Risiko von Weltkriegsbomben, die immer noch in Deutschland verborgen sind, ernst genommen wird. Und obwohl die Situation natürlich alles andere als angenehm ist, können die Menschen in beiden Städten dank der schnellen Reaktion der Einsatzkräfte mit einem erleichterten Gefühl in ihre gewohnten vier Wände zurückkehren.
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