Gestern, am 5. Mai 2026, ereignete sich in Pirmasens ein Vorfall, der sowohl die Polizei als auch die Anwohner in Atem hielt. In einem 24/7-Markt in der Schloßstraße wurde ein Ladendiebstahl gemeldet. Der Supermarkt, der rund um die Uhr geöffnet hat und Selbstbedienung bietet, scheint ein beliebtes Ziel für ungebetene Gäste zu sein. Es war gegen 16:30 Uhr, als die Polizei einen Hinweis auf den laufenden Diebstahl erhielt und sofort reagierte. Wie sich herausstellte, war ein 38-jähriger Mann dabei, seinen E-Scooter mit einer Kiste und mehreren Tüten voller gestohlener Lebensmittel zu beladen.
Der Dieb hatte nicht nur seine Jacke mit weiteren Waren vollgestopft, sondern auch im Eingangsbereich des Supermarkts zusätzliche Lebensmittel bereitgestellt, die er mitnehmen wollte. Insgesamt wurden 350 Artikel gezählt, die der Mann unbemerkt aus dem Laden geschleust hatte. Glücklicherweise konnten die gestohlenen Waren dem Supermarkt direkt zurückgegeben werden. Doch die Geschichte hat noch mehr Brisanz: Der E-Scooter, den der Mann benutzte, war als gestohlen gemeldet. Die Umstände rund um den Diebstahl werfen ein düsteres Licht auf den Zustand der Sicherheit in Pirmasens.
Ein Blick auf die Hintergründe
Die Ermittlungen ergaben, dass der 38-Jährige mutmaßlich unter dem Einfluss von Drogen stand. Eine Blutprobe wurde entnommen, und gegen ihn laufen bereits mehrere Strafanzeigen. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Vorfälle in dieser Stadt geschehen. Laut aktuellen Zahlen gab es im Jahr 2025 in Deutschland insgesamt 357.651 einfache Ladendiebstähle – ein Rückgang von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch bleibt die Dunkelziffer alarmierend hoch, mit über 90 Prozent nicht gemeldeter Diebstähle.
Die Aufklärungsquote für einfache und schwere Ladendiebstähle liegt zwar bei knapp 90 Prozent, doch die Realität sieht anders aus. Aufgrund der hohen Dunkelziffer ist die tatsächliche Aufklärungsquote für die Polizei unter 10 Prozent. Man könnte sagen, es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das ständig weitergeht. Die EHI-Studie zeigt zudem, dass der geschätzte Schaden durch Kundendiebstähle im letzten Jahr bei rund 2,82 Milliarden Euro lag, was die Dringlichkeit von Präventivmaßnahmen unterstreicht.
In Anbetracht dieser Zahlen wird deutlich, dass der Vorfall in Pirmasens kein Einzelfall ist. Der Einzelhandel investiert jährlich etwa 1,55 Milliarden Euro in Präventiv- und Sicherungsmaßnahmen, um dem Problem Herr zu werden. Doch trotz aller Bemühungen scheint es, als würde die Herausforderung weiter bestehen bleiben.