In Speyer wird vom 13. bis 20. Juni 2026 eine Aktionswoche unter dem Motto „Speyer sagt Nein! zu Gewalt gegen Frauen und Kinder“ veranstaltet. Diese Initiative wird vom Arbeitskreis gegen Gewalt, der Gleichstellungsstelle sowie dem Netzwerk Kindeswohl und Kindergesundheit der Stadt organisiert. Die Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) hebt die Wichtigkeit hervor, Unterstützung zu bieten und entschieden gegen Gewalt vorzugehen. Es ist erfreulich zu sehen, dass solch ein Engagement in der heutigen Zeit notwendig ist.

Die Aktionswoche bietet ein buntes Programm: Vorträge, Workshops und öffentliche Aktionen stehen auf der Agenda, um über Gewalt und mögliche Unterstützungsangebote aufzuklären. Der Auftakt am 13. Juni wird mit der Enthüllung des gefährlichsten Ortes für Frauen und Kinder beginnen. Informationsstände über Beratungsstellen werden aufgestellt, und für die Teilnehmenden gibt es eine Rallye, bei der Büchergutscheine zu gewinnen sind. Ein spannender Start, der hoffentlich viele Menschen anzieht!

Digitale Gewalt im Fokus

Ein ganz besonderes Augenmerk wird auf digitale Gewalt gelegt, die nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in den Medien immer mehr diskutiert wird. Am 15. Juni um 18 Uhr findet im „Media-Tor“ ein Informationsabend über digitale Gewalt und Deepfakes statt. Laut einer Studie betrifft digitale Gewalt in Deutschland viele Frauen. Mehr als 90 Prozent der täuschend echt aussehenden Videos im Internet zeigen pornografische Inhalte, und 99 Prozent davon betreffen Frauen. Das Thema hat durch die aktuellen Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen zusätzliche Brisanz gewonnen. Sie beschuldigt Ulmen, in ihrem Namen mit anderen Männern gechattet und gefälschte Nacktfotos und Videos geteilt zu haben – Vorwürfe, die dieser über seinen Anwalt bestreitet.

Die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat bereits einen Gesetzesentwurf gegen digitale Gewalt angekündigt, was zeigt, wie ernst das Thema genommen wird. Die Verbreitung von sexualisierten KI-Bildern, insbesondere durch den Chatbot Grok von Elon Musk, hat ebenfalls die Aufmerksamkeit auf digitale Gewalt gelenkt. Es gibt also viel zu besprechen und zu lernen, um sich und andere vor solchen Angriffen zu schützen.

Präventionsmaßnahmen und Workshops

Im Laufe der Aktionswoche wird am 17. Juni um 18.30 Uhr ein Workshop zur gewaltfreien Kommunikation im Familienzentrum K.e.k.s. stattfinden. Ein weiteres Highlight ist das Anti-Mobbing-Training für Grundschüler am 19. Juni um 14.30 Uhr im VHS-Weiterbildungszentrum. Solche Angebote sind entscheidend, um schon früh ein Bewusstsein für Gewalt und den respektvollen Umgang miteinander zu schaffen. Am letzten Tag der Aktionswoche, dem 20. Juni, wird um 11 Uhr auf dem Geschirrplätzel eine Abschlusskundgebung gegen sexualisierte Gewalt stattfinden, gefolgt von einem offenen Picknick im unteren Domgarten – eine schöne Möglichkeit, um nach den intensiven Diskussionen auch mal durchzuatmen!

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Um sich gegen digitale Gewalt zu wappnen, ist es wichtig, grundlegende Kenntnisse über neue Medien zu haben und einen risikobewussten Umgang mit persönlichen Daten zu pflegen. Einige Strategien zur Vorbeugung umfassen das Geheimhalten oder Ändern von Passwörtern, klare Absprachen über private Aufnahmen und das konsequente Einlegen von Einspruch gegen die Veröffentlichung ungewollter Fotos oder Videos. Das sind alles Punkte, die man im Hinterkopf haben sollte, um sich selbst und andere zu schützen.

Das vollständige Programm der Aktionswoche ist online unter www.speyer.de/antigewaltwoche verfügbar. Es bleibt zu hoffen, dass viele Menschen an diesen wichtigen Veranstaltungen teilnehmen und somit ein starkes Zeichen gegen Gewalt setzen.