Die Stadtwerke Speyer (SWS) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das klingt auf den ersten Blick nach einer soliden Leistung, doch im Vergleich zum Vorjahr, als der Gewinn noch bei 3,5 Millionen Euro lag, ist das ein spürbarer Rückgang. Der Geschäftsführer Georg Weyrich stellte am 24. Juni den Jahresabschluss vor und betonte, dass die niedrigeren Erträge aus Beteiligungen an Windenergiegesellschaften und die schwächeren Ergebnisse im Stromgeschäft das Jahresergebnis stark beeinflussten. Für die SWS war 2025 ein Jahr voller Herausforderungen und Investitionen!

Investiert wurde kräftig: Insgesamt 22,6 Millionen Euro flossen in die Versorgungsinfrastruktur, was im Vergleich zu 14,5 Millionen Euro im Vorjahr einen deutlichen Anstieg darstellt. Besonders bemerkenswert ist, dass 11,5 Millionen Euro in die Netzinfrastruktur (Strom, Erdgas, Fernwärme, Wasser) und 5,1 Millionen Euro in den Glasfaserausbau investiert wurden. Das zeigt, dass die Stadtwerke nicht nur in die Gegenwart, sondern auch in die Zukunft denken. Aber auch das Schwimmbad Bademaxx, das zur SWS gehört, war nicht von Verlusten verschont. Mit einem Minus von rund 2 Millionen Euro, trotz steigender Besucherzahlen, zeigt sich, dass gestiegene Betriebsaufwendungen hier den Ausschlag gaben.

Wirtschaftliche Herausforderungen und Ausgleichsmaßnahmen

Die Verkehrsbetriebe Speyer (VBS), eine Tochtergesellschaft der SWS, schlossen das Geschäftsjahr mit einem Fehlbetrag von 730.000 Euro ab. Die SWS gleichen sowohl die Verluste der VBS als auch die des Schwimmbads aus. Das klingt nach einer finanziellen Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist. Der Stadtrat stimmte jedoch einstimmig dem Jahresabschluss der Stadtwerke zu, was einen gewissen Rückhalt für die zukünftige Entwicklung signalisiert. Ratsmitglied Claus Ableiter (FW) stellte Fragen zu den VBS und den städtischen Zuschüssen für den Busverkehr, was zeigt, dass die Politik sich aktiv in die Diskussion einbringt.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 53,0 % auf 47,6 % verringert, was auf die Notwendigkeit einer starken Eigenkapitalbasis hinweist. Georg Weyrich betonte die Bedeutung dieser Basis für die Energiewende, die Digitalisierung und den Netzausbau. Um den Spielraum für zukünftige Investitionen zu erweitern, wurde der Jahresgewinn dem Eigenkapital zugeführt. Die SWS beschäftigten zum 31. Dezember 2025 insgesamt 319 Mitarbeitende, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Ausbildungsquote liegt bei fast 9 %, was eine positive Entwicklung für die Region darstellt.

Die Zukunft im Blick

Die Herausforderungen für Stadtwerke sind nicht zu unterschätzen. Laut einer aktuellen Stadtwerkestudie 2026 stehen viele vor strukturellen Problemen. Der Umbau der Energieinfrastruktur erfordert enorme Investitionen, und viele Stadtwerke planen einen Investitionshochlauf. Aber nur 43 % blicken optimistisch in die Zukunft. Regulatorische Veränderungen und der Wettbewerb um Kapital machen die Situation nicht einfacher. Diese Faktoren könnten auch die SWS betreffen, die sich auf die kommenden Jahre vorbereiten müssen.

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Damit wird deutlich, dass die Stadtwerke Speyer in einem dynamischen und manchmal turbulenten Umfeld agieren. Die Investitionen in die Infrastruktur sind notwendig, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Doch wie diese finanziert werden, bleibt eine strategische Herausforderung, die gut überlegt sein will. Die SWS scheinen jedoch gewappnet zu sein, auch wenn die kommenden Jahre sicher nicht weniger spannend werden.

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