Sanierung des Pamina-Schulzentrums in Herxheim: Herausforderungen und finanzielle Aspekte
Im Pamina-Schulzentrum in Herxheim ist auch während der Sommerferien emsiges Treiben angesagt. Hier wird an der Schadstoffsanierung eines alten Schulgebäudes gearbeitet, was sich jedoch als langwieriges Unterfangen herausstellt. Die Schüler in Rheinland-Pfalz haben am Freitag ihre Ferien begonnen und werden erst im August zurückkehren, um die Schulbank zu drücken. In der Zwischenzeit bleibt unklar, wann der Mittelbau des Schulzentrums wieder genutzt werden kann. Gymnasium und Realschule plus haben in diesem Schuljahr auf den Mittelbau verzichtet, um den Unterricht reibungslos zu gestalten. Die Situation ist alles andere als einfach, vor allem für die Verantwortlichen, die mit den Herausforderungen der Sanierung zu kämpfen haben. Eine ausführliche Berichterstattung dazu findet sich hier.
Nach den Sommerferien wird ein von der Kreisverwaltung beauftragtes Unternehmen mit der Probesanierung von vier Räumen im Mittelstufengebäude beginnen. Ziel ist es, verschiedene Ausbauvarianten zu testen, um die PCB-Konzentration unter den Grenzwerten zu halten. Leon Pabst, der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements (ZGM), teilt mit, dass bereits zwei der probesanierten Räume fertig ausgebaut sind. Im ersten Raum wurden Decken, Wandfarbe, Bodenbelag, Estrich und Fugenmaterial entfernt. Interessanterweise wurde das Außenfugenmaterial zwar belassen, aber innen verklebt – eine spannende Herangehensweise! Die Ergebnisse der Beprobung des ersten Raums werden in den kommenden Tagen erwartet, während im zweiten Raum ähnliche Maßnahmen ergriffen wurden, jedoch ein Großteil des Estrichs belassen wurde. Auch hier wird die Beprobung ab Montag durchgeführt.
Finanzielle Aspekte der Sanierung
Die finanziellen Dimensionen der Probesanierung sind nicht zu unterschätzen. Die Kosten für die vier sanierten Räume belaufen sich schätzungsweise auf 350.000 Euro, inklusive Begleitmaßnahmen wie der Erstellung einer Baustellenstraße. Pro Klassenraum können die Sanierungskosten je nach Ausbauvariante zwischen 0 und 5.000 Euro variieren. Diese Probesanierung erfordert mehrere Messungen über einen bestimmten Zeitraum, bevor eine umfassende Schadstoffsanierung aller Räumlichkeiten durchgeführt werden kann.
Um den Schulbetrieb dennoch aufrechtzuerhalten, wurden während der Sommerferien 18 moderne Schulersatzräume (Klassenzimmer-Container) aufgestellt. Die Kosten für diese Schulersatzräume belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro für ein Jahr, einschließlich Aufbau, Rückbau und Mietkosten. Monatlich fallen für diese Container etwa 50.000 Euro an – eine beträchtliche Summe! Landrat Dietmar Seefeldt hebt die Sorgfalt bei der Wiederherstellung des Mittelstufengebäudes hervor und berichtet von positiven Rückmeldungen zur Nutzung der Schulersatzräume. Weitere Details sind auf der Webseite der Verwaltung zu finden.
Schadstoffe in Schulen – Ein weitreichendes Problem
Die Probleme rund um Schadstoffe in Schulen sind keineswegs nur ein lokales Phänomen. In Deutschland gibt es ca. 43.000 allgemeinbildende und ca. 9.000 berufsbildende Schulen, die insgesamt etwa 12,5 Millionen Schüler/innen unterrichten. Leider sind viele dieser Schulen mit Schadstoffen aus Bausubstanzen und Einrichtungsgegenständen belastet. Hauptverursacher von Raumluftbelastungen sind Emissionen aus Baumaterialien, Farben und Reinigungsmitteln. Zehntausende Schüler/innen sowie Lehrer/innen sind so Risiken ausgesetzt, die erhebliche gesundheitliche Folgen haben können. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in einem Bericht über Raumluftbelastungen an Schulen.
Die Sanierung schadstoffbelasteter Schulen würde Millionen bis Milliarden kosten, aber es gibt nicht genügend Investitionen in die Gesundheit von Kindern. Oft wird das Thema nicht ernst genug genommen, und Kritiker stoßen auf taube Ohren. Die Forderungen nach einer Absenkung der Grenzwerte und korrekten Gefährdungsbeurteilungen werden immer lauter. Aber bis diese Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt die Situation an vielen Schulen prekär.
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