Heute ist der 10.05.2026 und wir blicken nach Zweibrücken, wo es spannende Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien gibt. Peter Burkhard, der Chef der lokalen Firma Sonnenplan, hat kürzlich betont, dass wir uns mitten in einer Krise der Fossilenergie befinden. Die Preise für Benzin und Heizöl sind auf ein bemerkenswert hohes Niveau gestiegen. Dies wird unter anderem mit dem Beginn des Iran-Kriegs und der damit einhergehenden Sperrung der Straße von Hormus in Verbindung gebracht. Witzigerweise bleibt der Börsenstrompreis jedoch weitgehend stabil – ein Lichtblick in diesen turbulenten Zeiten! Burkhard hebt hervor, dass ein großer Teil des Stroms in Deutschland mittlerweile aus erneuerbaren Energien stammt, was für viele eine Hoffnung darstellt.

Die Situation ist nicht nur lokal, sondern hat auch globale Dimensionen. Seit dem Angriff der USA und Israel auf den Iran am 28. Februar sind die Öl- und Gaspreise weiter gestiegen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Preis für Nordseeöl (Brent) von 70 Dollar auf beeindruckende 126 Dollar geklettert ist – ein Vierjahreshoch! Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen hat den Wunsch nach mehr Energiesouveränität noch verstärkt. Staaten versuchen, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, um weniger abhängig von Gas und Öl zu sein. Das ist nicht nur klug, sondern auch dringend nötig.

Investitionen in erneuerbare Energien

Es scheint, als würde der Wunsch nach Unabhängigkeit auch zu einer Beschleunigung der Investitionen in Alternativen zu Öl und Gas führen. Die Aktien im Bereich erneuerbare Energien sind zunehmend gefragt. So stieg der S&P Global Clean Energy Transition Index seit Anfang April um 15%. Im Kontrast dazu musste der S&P Global Oil Index ein Minus von über 1% hinnehmen. Ganz schön ironisch, wenn man bedenkt, dass die „grünen“ Aktien auf Ein-Jahres-Sicht ein Plus von 76% verzeichnen, während die Öl-Aktien „nur“ um 48% zulegten. Unternehmen wie Vestas und Ørsted sowie die deutschen Firmen Siemens Energy und Nordex sind besonders gefragt. Letztere haben seit Jahresbeginn über 60% an Wert gewonnen und erreichen den höchsten Stand seit 2002.

Claudia Kemfert vom DIW sieht den Iran-Krieg als einen weiteren Anstoß für den schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien. Auch der Ukraine-Krieg 2022 war bereits ein Weckruf für viele, mehr in diese Richtung zu investieren. Deutschland bezog 2024 etwa 67% seiner Energie aus dem Ausland, während es EU-weit 57% waren. Ein beachtlicher Teil des Stromverbrauchs in Deutschland wird mittlerweile durch erneuerbare Energien gedeckt – im ersten Quartal 2026 waren es rund 53%. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023) sieht vor, dass bis 2030 mindestens 80% des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammen sollen.

Wie sich die Lage weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Zeiten der fossilen Brennstoffe scheinen gezählt zu sein. Mit dem Rückenwind, den die geopolitischen Spannungen geben, könnte der Weg für erneuerbare Energien noch schneller geebnet werden. Auf die nächsten Jahre dürfen wir gespannt sein!

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Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in Zweibrücken und zur Energiekrise können Sie gerne den vollständigen Artikel auf rheinpfalz.de nachlesen.