In der kleinen Stadt Zweibrücken tut sich etwas Spannendes. Jörg Knerr, ein Elektromeister und Gerätetechniker aus Mittelbach-Hengstbach, hat den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Nach 30 Jahren als Angestellter bei Elektro-Fuhrmann, das heute als Firma Dick bekannt ist, hat er im Sommer 2025 seine eigene Nebentätigkeit mit dem Namen „KnerrMeisterWerk“ ins Leben gerufen. Was ihn dazu bewogen hat? Nun, Knerr beschreibt seinen Beruf als „abwechslungsreich, interessant und zukunftssicher“. Und das kann man ihm wohl glauben, denn die Nachfrage nach Elektro-Großgeräten und deren Reparatur ist ungebrochen hoch.

Es ist kein Geheimnis, dass Elektroinstallationen in Deutschland strengen Regeln unterliegen. Laut der Handwerksordnung (HwO) ist das Elektrikerhandwerk ein zulassungspflichtiges Handwerk. Um im eigenen Betrieb ausbilden zu dürfen, wird ein Meistertitel benötigt. Aber es gibt auch Ausnahmen – wie die Altgesellenregelung, die erfahrenen Gesellen einen einfacheren Zugang zur Selbstständigkeit ermöglicht. Das bedeutet, dass man mit genug Erfahrung, auch ohne Meisterbrief, den eigenen Betrieb gründen kann.

Die Herausforderungen der Selbstständigkeit

Die Gründung eines Elektrobetriebs, wie es Knerr tut, ist jedoch kein Zuckerschlecken. Vor der Aufnahme der Tätigkeit muss ein Gewerbe angemeldet werden, und es gibt zahlreiche formelle Schritte, die beachtet werden müssen. Dazu zählen die Wahl der Rechtsform, die Erstellung eines Businessplans und die Eintragung in die Handwerksrolle. Das klingt nach einer Menge Papierkram, nicht wahr? Aber es gehört dazu. Außerdem muss man sich um die Eintragung ins Installateurverzeichnis kümmern und eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen – ganz schön viel, was man im Hinterkopf behalten muss!

Die Elektrobranche boomt, und das aus gutem Grund. Die Energiewende, die E-Mobilität und die steigende Nachfrage nach Smart-Home-Lösungen führen dazu, dass viele Menschen einen Elektriker brauchen. Aktuell gibt es rund 75.000 Elektrofachbetriebe in Deutschland, und die Zahl wächst. Aber das bedeutet auch, dass die Konkurrenz groß ist. Um sich im Markt zu positionieren, sind strategische Entscheidungen wichtig. Knerr könnte zum Beispiel überlegen, ob er sich eher auf private oder gewerbliche Kunden konzentrieren möchte.

Marktchancen und Perspektiven

Der Job als Elektromeister gibt einem nicht nur die Freiheit, seinen eigenen Weg zu gehen, sondern auch die Möglichkeit, innovative Lösungen anzubieten. Mit einem Stundenverrechnungssatz zwischen 60 und 100 Euro ist das Potenzial für ein gutes Einkommen gegeben. Selbstständige Elektromeister können in den ersten Jahren mit einem Jahresverdienst zwischen 45.000 und 60.000 Euro rechnen. Das klingt doch ganz ansprechend! Und die Zukunft? Nun, die Digitalisierung und die Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien versprechen weiteres Wachstum.

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Jörg Knerr hat mit „KnerrMeisterWerk“ den ersten Schritt gewagt, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich sein Betrieb entwickelt. Die Anforderungen an Selbstständige sind hoch, aber mit der richtigen Planung und einem klaren Ziel kann die Selbstständigkeit im Handwerk eine erfüllende und profitable Wahl sein. Vielleicht wird er ja bald einer der gefragtesten Elektriker in der Region. Wer weiß das schon?

Für alle anderen, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen, sei gesagt: Es gibt viele Fördermöglichkeiten und wichtige Ansprechpartner wie die Handwerkskammer oder das Gewerbeamt, die einem den Einstieg erleichtern können. Und wer sich gut vorbereitet, hat die besten Chancen auf Erfolg. Die Reise hat für Jörg Knerr gerade erst begonnen!

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