Ein überraschendes Comeback sorgt für Freude im Saarland: Die beliebte Rezeptur des Melfor-Essigs, die vor kurzem noch als eingestellt galt, wird ab Juli 2026 wieder produziert. Die Entscheidung, die saarländische Variante zurückzubringen, wurde von der französischen Firma Melfor getroffen und ist eine direkte Reaktion auf die Rückmeldungen der Verbraucherinnen und Verbraucher aus der Region. Ursprünglich hatte das Unternehmen im Mai 2026 angekündigt, die Produktion des Melfor-Essigs im Saarland einzustellen und nur noch die französische Variante anzubieten. Doch die Rückkehr des Melfor Traditionell Sarre sorgt nun für Erleichterung bei vielen, die das Produkt über die Jahre hinweg in ihren Küchen schätzten.

Die saarländische Rezeptur, die als Essigwürze mit Bienenhonig und Kräuterauszügen beworben wird, war über 75 Jahre in der Region etabliert und galt als Kultprodukt. Melfor wird im Saarland nicht nur als Zutat für Salate und Dressings verwendet, sondern ist auch Teil der saarländischen Esskultur, zusammen mit anderen Klassikern wie Amora-Senf und Maggi. Die Entscheidung, die Produktion ins Elsass zu verlagern, stieß auf großes Unverständnis und emotionale Reaktionen – nicht nur bei den Verbrauchern, sondern auch bei der Belegschaft des Unternehmens. Aktuell arbeiten in der Produktionsstätte in St. Ingbert-Rohrbach nur noch wenige Mitarbeiter, während die Regale in den Supermärkten leer bleiben und teilweise mit Hinweisschildern versehen sind, die auf das Aus des Produkts hinweisen.

Die Hintergründe der Produktionsverlagerung

Die Schließung der Melfor-Produktion wurde vom Mutterwerk in Frankreich beschlossen, um wirtschaftliche Gründe zu berücksichtigen. Das Unternehmen möchte mit einer Sorte stärker auf dem deutschen Markt auftreten. Diese Entscheidung spiegelt einen Trend wider, bei dem viele Lebensmittelkonzerne ihre Fertigung an weniger Standorten konzentrieren. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer äußerte sich betroffen über das Ende der Produktion im Saarland und beschrieb Melfor als eine wichtige Zutat in der saarländischen Küche. „Es geht nicht nur um den Verlust eines Produkts, sondern um das Ende einer Ära“, betonte er. Diese Emotion ist in der gesamten Region spürbar.

Die positive Reaktion der Verbraucher auf die Rückkehr des Melfor Traditionell Sarre zeigt, dass es eine starke Verbundenheit mit diesem Produkt gibt. Über das Thema berichtete die Sendung „Guten Morgen“ am 5. Juni 2026 auf SR 3 Saarlandwelle. Die Rückkehr des Essigs wird sicherlich viele Menschen im Saarland freuen und die Regale wieder füllen. Ob Melfor trotz der Verlagerung ins Elsass weiterhin in saarländischen Haushalten präsent sein wird, bleibt abzuwarten. Aber die Vorfreude auf den Melfor Traditionell Sarre ist spürbar – und das ist ja auch schon mal ein Anfang!