Heute ist der 20.04.2026. In den letzten Tagen haben Entscheidungen über die Zukunft der Marienhaus-Standorte in St. Wendel und Neunkirchen für viel Aufregung gesorgt. In einer Pressekonferenz haben das saarländische Gesundheitsministerium und die Marienhaus-Gruppe ihre Pläne vorgestellt, die eine grundlegende Umstrukturierung des Marienhaus Klinikums Neunkirchen vorsehen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Krankenhausstandorte im Landkreis Neunkirchen und St. Wendel zu stärken und Doppelstrukturen abzubauen.

Das Marienhaus Klinikum Neunkirchen wird künftig als Fachklinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin fungieren. Dies wird durch eine Einrichtung einer Notfallambulanz für Kinder- und Jugendmedizin sowie Gynäkologie ergänzt. Zudem ist die Schaffung einer Kinder-Intensivstation und eines Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) für Kinder und Jugendliche geplant. Der Standort St. Wendel hingegen wird seine bisherigen Fachgruppen beibehalten und soll ebenfalls gestärkt werden, wobei die geplante Verlagerung der Geburtshilfe nach St. Wendel aufgegeben wurde.

Kritik und Unterstützung

Die Entscheidung hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Landrat Udo Recktenwald (CDU) äußerte sich kritisch dazu und bezeichnete die Entscheidung als einen „Pyrrhus-Erfolg“. Er fordert einen runden Tisch, um über die Zukunft des Marienkrankenhauses in St. Wendel zu diskutieren. Im Gegensatz dazu zeigt sich die SPD-Kreistagsfraktion erfreut über die neuen Pläne, sieht jedoch ebenfalls die Notwendigkeit, die Geburten in St. Wendel wiederaufzunehmen.

Gesundheitsminister Magnus Jung betonte die Bedeutung der Einigung für die medizinische Versorgung in Neunkirchen und St. Wendel und erklärte, dass das Land sich an den notwendigen Investitionen in beiden Landkreisen beteiligen werde. Die strukturellen Veränderungen sollen frühestens zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Zudem wird die Stärkung der vorhandenen Fachgruppen, einschließlich der konservativen Orthopädie, angestrebt.

Langfristige Perspektiven

Die Umstrukturierung des Marienhaus Klinikums Neunkirchen zielt darauf ab, eine langfristige Versorgungslösung zu gewährleisten und die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zu stärken. Dazu gehört auch die Prüfung eines zusätzlichen Versorgungsangebots im psychischen und psychosomatischen Bereich. Lösungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Umstrukturierung sollen innerhalb der Unternehmensgruppe gefunden werden.

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Insgesamt ist die Entwicklung in St. Wendel und Neunkirchen ein Zeichen dafür, dass die Gesundheitsversorgung in der Region neu gedacht wird. Die geplanten Maßnahmen könnten nicht nur die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern, sondern auch die Zukunft der beiden Standorte sichern. Wie die Veränderungen in der Praxis umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie [hier](https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/st-wendel/st-wendels-landrat-kritisiert-entscheidung-zu-krankenhausplanung_aid-147098129) und [hier](https://www.marienhaus.de/news/details/zukunft-fuer-klinikstandort-neunkirchen-gesichert-1) nachlesen.