Heute ist der 19.07.2026 und die Lage in Sachsen-Anhalt ist alles andere als rosig. Vor allem die Altersarmut ist ein drängendes Thema, das viele Menschen betrifft. Laut aktuellen Zahlen droht 60 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt, nach 45 Arbeitsjahren in die Altersarmut abzurutschen. Das ist alarmierend! Von den 503.000 Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt verdienen 304.000 nicht genug, um eine Rente über der Armutsgrenze zu erhalten. Armutsgefährdet ist, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Diese Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Dietmar Bartsch (Die Linke), und sie sollten uns zu denken geben. Aktuell sind in Deutschland etwa 16 Prozent der Gesamtbevölkerung armutsgefährdet.

Besonders betroffen sind, wie so oft, die verletzlichsten Gruppen: Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Rentner haben es besonders schwer. Um eine Rente zu erreichen, die nicht am Rande der Armutsgefährdung liegt – also etwa 1.445 Euro – braucht man einen monatlichen Bruttolohn von 3.771 Euro. Doch es ist kaum zu fassen: Knapp 61 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt schaffen dieses Einkommensniveau nicht. Im Vergleich dazu liegt der Bundesdurchschnitt bei rund 44 Prozent und in Westdeutschland sogar bei etwa 42 Prozent. Eva von Angern, die Vorsitzende der Linke-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat die Lohn- und Rentenschieflage als inakzeptabel bezeichnet und fordert eine Lohnoffensive sowie eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent.

Die Realität der Renten in Sachsen-Anhalt

Die Realität ist, dass Sachsen-Anhalt eine der niedrigsten gesetzlichen Altersrenten in Deutschland hat. Durchschnittlich erhalten Männer nach mindestens 45 Versicherungsjahren etwa 1.604 Euro im Monat, während es in Westdeutschland etwa 1.900 Euro sind. Bei Frauen sieht es nicht viel besser aus: In Sachsen-Anhalt liegt die durchschnittliche Rente bei etwa 1.469 Euro, in Westdeutschland sind es immerhin 1.496 Euro. Über 139.000 Altersrenten in Sachsen-Anhalt liegen unter 1.450 Euro pro Monat. Und das ist nicht alles – etwa 97.000 Menschen, die mindestens 45 Versicherungsjahre auf dem Buckel haben, bekommen sogar weniger als die Armutsgefährdungsschwelle von rund 1.446 Euro.

Es zeigt sich, dass niedrige Löhne während des Erwerbslebens zu niedrigen Renten führen. Im Jahr 2025 verdienten in Sachsen-Anhalt rund 48 Prozent der Vollzeitbeschäftigten weniger als 3.500 Euro brutto im Monat, bundesweit waren es nur etwa 32 Prozent. Über 70 Prozent der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt lagen sogar unter 4.500 Euro brutto. Besonders betroffen sind Branchen wie der Einzelhandel, die Gastronomie, Pflege, Logistik, Handwerk und die Lebensmittelindustrie. In Ostdeutschland ist die gesetzliche Rente oft die Hauptquelle im Alter, weil private Vorsorge hier weniger verbreitet ist. Das ist ein großes Problem!

Die wachsende Notwendigkeit von Veränderungen

Im September 2025 waren über 11.000 ältere Menschen in Sachsen-Anhalt auf Grundsicherung angewiesen – das sind 4.000 mehr als fünf Jahre zuvor. Die Zahlen sind erschreckend und verdeutlichen die Dringlichkeit von Maßnahmen. Bundesweit galten 2025 etwa 19,5 Prozent der Menschen ab 65 Jahren als armutsgefährdet, und Frauen sind überdurchschnittlich betroffen. Gründe dafür sind Teilzeitarbeit, Kindererziehungszeiten und im Allgemeinen niedrigere Löhne. Die Rentendebatte sollte sich nicht nur um Beitragssätze und Renteneintrittsalter drehen, sondern auch um die Wertschätzung jahrzehntelanger Arbeit. Es müssen endlich höhere Tariflöhne, eine Stabilisierung des Rentenniveaus und eine bessere Absicherung niedriger Einkommen her. Und nicht zu vergessen: eine stärkere betriebliche Altersvorsorge und gerechtere Finanzierung!

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Die Situation in Sachsen-Anhalt ist ein Weckruf für alle, die sich mit dem Thema Altersarmut auseinandersetzen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erkennen und endlich handeln. Die Menschen, die hier leben und arbeiten, haben mehr verdient.

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