Rückkehr der Pferdeskulpturen am Magdeburger Pferdetor
Die Stadt Magdeburg macht wieder von sich reden. In einem der schönsten Parks der Stadt, dem Rotehornpark, kehren die sechs Pferdeskulpturen am historischen Pferdetor zurück. Nach einer langen Phase der Rekonstruktion – die ganze Sache hat sich über Jahre hingezogen – können die magischen Pferde endlich wieder ihren Platz einnehmen. Diese Rückkehr ist nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein kulturelles Ereignis für die Stadt. Die Pferdeskulpturen sind ein Teil des Erbes, das die Architektur und Geschichte Magdeburgs prägt. Laut n-tv wurde die Rückkehr der Skulpturen nötig, weil über die 99-jährige Standzeit Wasser in die Pfeiler des Tores eingedrungen war. Das hat zu Rissen und erheblichen Schäden geführt.
Die Restaurierung selbst hat satte 1,5 Millionen Euro gekostet, ein Betrag, der durch verschiedene Fördermittel aufgebracht wurde. Die Stadt hat sich mit rund 670.000 Euro aus eigenen Mitteln beteiligt, während der Rest durch Städtebaufördermittel, Denkmalfördermittel des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gesichert wurde. Die Restarbeiten an den Bögen des Tores sollen bis zum 14. September 2024 abgeschlossen sein. Immerhin – das erste der sechs Pferde wurde bereits im November 2024 abgenommen!
Ein Denkmal mit Geschichte
Das Pferdetor, ein markantes Bauwerk, wurde in den 1920er Jahren von Professor Albinmüller entworfen und ist aus Oldenburger Eisenklinker und glasierten Terrakotta-Elementen errichtet. Es gilt als repräsentativer Eingang zum historischen Stadthallenensemble und ist ein glänzendes Beispiel für die Backsteinarchitektur der Weimarer Republik. Die Gestaltung verbindet eine dekorative Wirkung mit klarer Struktur – einfach beeindruckend, wie diese Elemente zusammenkommen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hat das Pferdetor als eines von über 660 Denkmalen in Sachsen-Anhalt gefördert. Am 19. November 2025 wird es einen Pressetermin geben, bei dem Professor Dr. Christian Antz, Ortskurator Magdeburg der DSD, einen symbolischen Fördervertrag über 50.000 Euro übergibt. Die Übergabe findet in der Münchenhofstraße 68, 39124 Magdeburg statt.
Das Pferdetor ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein kulturelles Wahrzeichen von überregionaler Bedeutung. Die Restaurierung wird durch private Spenden, Treuhandstiftungen und Mittel der Lotterie GlücksSpirale unterstützt. Spender haben es ermöglicht, dass die Pferde und das Tor in neuem Glanz erstrahlen können. Und während die DSD in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, wird die Rückkehr der Pferdeskulpturen zu einem weiteren Meilenstein in der Geschichte der Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt.
Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt
Die Abteilung für Bau- und Kunstdenkmalpflege des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie hat eine wichtige Rolle dabei gespielt, solche Denkmäler wie das Pferdetor zu erfassen und zu restaurieren. Diese Institution ist nicht nur für die Erfassung und Forschung zuständig, sondern bietet auch Beratungen für Denkmalschutzbehörden, Ministerien, Kommunen und private Denkmaleigentümer an. Die fachliche Begleitung von Restaurierungen in verschiedenen Materialien ist ein zentrales Element ihrer Arbeit. Das Ergebnis sind nicht nur restaurierte Bauwerke, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Baukunst und Geschichte der Region. Wer mehr über den Denkmalbestand in Sachsen-Anhalt erfahren möchte, findet sogar monatlich ein ausgewähltes „Denkmal des Monats“ – ein echter Geheimtipp für alle Geschichts- und Architekturinteressierten!
So bleibt nur zu hoffen, dass die Rückkehr der Pferdeskulpturen am Magdeburger Pferdetor nicht nur die Stadt, sondern auch viele Besucher begeistert. Die Vorfreude auf die offiziellen Feierlichkeiten im kommenden Jahr wächst und mit ihnen die Hoffnung, dass solche Restaurierungsprojekte in Zukunft weiterhin unterstützt werden.
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