Heute ist der 6.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Verkehrssituation im Altmarkkreis Salzwedel, einer Region, die für ihre weitläufigen Straßen und malerischen Landschaften bekannt ist. Die Zahlen aus dem Jahr 2025 sind da und sie erzählen eine bemerkenswerte Geschichte. Insgesamt wurden 2870 Verkehrsunfälle (VU) erfasst, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 67 VU oder 2,33 % bedeutet. Ein kleiner Lichtblick in einer Zeit, in der Verkehrssicherheit immer wieder auf der Tagesordnung steht.

Dennoch gibt es auch alarmierende Entwicklungen. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg auf 275 – 25 mehr als 2024. Insgesamt wurden 274 Personen leicht und 69 schwer verletzt, was eine Erhöhung von 9 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders tragisch ist, dass sieben Menschen ihr Leben verloren, darunter vier über 65 Jahre alt. Diese Zahl ist ein Anstieg von fünf tödlichen Unfällen im Vergleich zum Vorjahr. Auffällig ist, dass die Hauptunfallverursacher sowohl in 2025 als auch in den Vorjahren oft in der Altersgruppe über 75 Jahre zu finden sind, mit 193 verursachten Unfällen aus dieser Personengruppe.

Unfallursachen und -statistiken

Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass alle sieben tödlichen Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften stattfanden. In der Stadt selbst gab es 1322 Unfälle, während der Großteil, nämlich 1548, auf den Landstraßen geschah. Auch Alkoholkonsum spielte eine Rolle – in 32 Fällen wurde er als Unfallursache festgestellt, und in drei Unfällen waren Betäubungsmittel im Spiel. Ein Unfallbeteiligter war sogar unter dem Einfluss von beiden, Alkohol und Drogen.

Überraschenderweise gab es 167 folgenlose Trunkenheitsfahrten, was bedeutet, dass Menschen ohne Unfall auf der Straße unterwegs waren, aber dennoch unter dem Einfluss von Alkohol standen. Bei Drogen waren es 89 folgenlose Fahrten und neun Fälle von Mischkonsum. Zudem wurden 409 Verkehrsunfallfluchten registriert, ein Anstieg von 6 Fällen oder 1,49 %. Wildunfälle bleiben die häufigste Unfallursache und machen 40,45 % der Gesamtunfälle aus. In Zahlen ausgedrückt: 1161 Unfälle gingen auf das Konto von Wildtieren.

Ein Blick auf die Trends

Die Zahlen zeigen jedoch auch eine positive Entwicklung. Im Jahr 2024 gab es bereits die geringste Zahl an Verkehrstoten in der Altmark seit zehn Jahren. Während 2025 drei Verkehrstote registriert wurden, waren es 2024 nur zwei. Ein 37-jähriger Radfahrer und ein 26-jähriger Beifahrer gehörten zu den tragischen Opfern des Vorjahres. Im Vergleich dazu waren die zehnjahres Tiefstwerte im Jahr 2015 und 2017 mit vier Verkehrstoten. Es ist also offensichtlich, dass die Bemühungen um Verkehrssicherheit, auch wenn sie noch nicht perfekt sind, erste Früchte tragen.

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Die Polizei hat, um diesen Trends entgegenzuwirken, etwa 1204 Messstunden bei Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und dabei 1645 Verstöße festgestellt. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Region, die in Zusammenarbeit mit Städten und Behörden entwickelt wird. Das Ziel ist klar: Die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen und das Unfallgeschehen langfristig zu reduzieren. Die Statistiken sind nicht nur Zahlen – sie sind die Grundlage für zukünftige Maßnahmen in Gesetzgebung, Verkehrserziehung und Straßenbau. Wenn wir die Strukturen des Unfallgeschehens verstehen, können wir auch gezielt handeln und Veränderungen bewirken.

Insgesamt bleibt es spannend zu beobachten, wie sich die Verkehrssicherheit im Altmarkkreis entwickeln wird. Die vorliegenden Daten und Statistiken leisten ihren Beitrag dazu, dass wir alle sicherer unterwegs sind. Bleiben wir also aufmerksam und verantwortungsbewusst im Straßenverkehr.