Wasserentnahme-Verbot im Jerichower Land ab 14. Juli 2026
Heute ist der 13.07.2026, und im Landkreis Jerichower Land gibt es ernste Neuigkeiten: Ab dem 14. Juli wird ein Wasserentnahme-Verbot in Kraft treten. Der Grund? Die Wasserstände in Seen und Flüssen sind alarmierend niedrig. Das Verbot betrifft nicht nur die Entnahme aus oberirdischen Gewässern, sondern auch die Nutzung von Grundwasser und Trinkwasser – selbst aus Gartenwasseranschlüssen – zur Bewässerung während des Tages zwischen 10 Uhr und 19 Uhr. Ausnahmen gibt es freilich, etwa für Gartenbaubetriebe und Friedhöfe, die spezielle Bewässerungssysteme nutzen.
Die Situation ist ernst. Die langanhaltende „hydrometrologische“ Lage hat zu diesen niedrigen Wasserständen geführt. Die Monate April, Mai und Juni 2023 haben nur spärliche Niederschlagsmengen gebracht, und eine Besserung scheint nicht in Sicht zu sein. Diese Wassermangel-Situation hat nicht nur Auswirkungen auf die Bewässerungspraktiken, sondern auch auf die Gewässerökologie. Ein Aufruf zur Verantwortung wird von der Kreisverwaltung ausgesprochen: „Geht sparsam mit Wasser um!“ Das Bewässern zwischen 19 Uhr und 10 Uhr sollte auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Um die genauen Details zu erfahren, kann die Allgemeinverfügung im Amtsblatt Nr. 14/2026 auf der Internetseite des Landkreises nachgelesen werden (Volksstimme).
Hintergrund und Ausblick
Wasserknappheit ist in Sachsen-Anhalt ein bekanntes Problem, besonders in den Sommermonaten. Im vergangenen Jahr wurden in vielen Landkreisen Wasserentnahmeverbote ausgesprochen, was das Bewässern von Gärten und das Befüllen von Pools betraf. Meteorologe Dominik Jung hat auch für 2026 einen heißen Sommer vorhergesagt, was die Gefahr von Trockenheit zusätzlich erhöhen könnte. Auch wenn es aktuell keine spezifischen Hotspots für Trockenheit gibt, bleibt der Wassermangel im Jerichower Land besorgniserregend. Die Messstellen zeigen weiterhin sinkende Pegel, ohne dass eine nachhaltige Erholung des Grundwasserspiegels in Sicht ist. Christina Bendings vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft appelliert daher ebenfalls an die Bevölkerung, sparsam mit Wasser umzugehen.
Die aktuelle Lage ist also nicht nur ein lokales Phänomen. Der Klimawandel und extremere Wetterbedingungen machen auch in Deutschland zunehmend zu schaffen. Die Bundesregierung hat bereits 2008 eine Anpassungsstrategie an den Klimawandel vorgestellt, die darauf abzielt, die Resilienz in verschiedenen Bereichen, darunter auch die Wasserwirtschaft, zu verbessern. Maßnahmen zur Renaturierung und zur effizienten Nutzung von Wasser sind dabei zentral. So werden beispielsweise auch anpassungsfähige Landbewirtschaftungen gefordert, um zukünftigen Dürreperioden besser entgegenzuwirken. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird, und ob das Wasserentnahmeverbot bald auf weitere Regionen ausgeweitet wird (Umweltbundesamt).
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