Heute ist der 8.05.2026 und wir blicken auf eine inspirierende Geschichte aus Magdeburg, die zeigt, wie Integration und Unternehmergeist Hand in Hand gehen können. Im Frühjahr 2016 stellte Barbara Psoch Mehret ihrer ehemaligen Friseurschülerin Almasija Heße vor. Die Begegnung hatte einen entscheidenden Einfluss auf das Leben von Mehret, die als geflüchtete Frau aus Äthiopien nach Deutschland kam. Almasija, selbst eine beeindruckende Frau mit ihrer eigenen Migrationsgeschichte, eröffnete den „Almasijas Friseursalon“ in Magdeburg Stadtfeld und gab Mehret die Chance, sich in der neuen Heimat zu entfalten.

Barbara Psoch, die Ausbilderin von Almasija, brachte Mehret ohne Vorankündigung in den Salon und wies die Schülerin an, sich um die Neuankömmling zu kümmern. Almasija, die aus Kasan in der damaligen Sowjetunion nach Deutschland kam, nahm diese Herausforderung an und bat ihre Kundinnen um Hilfe für Mehret. Diese Unterstützung war nicht nur wichtig, um die Sprache zu lernen, sondern auch, um Freundschaften zu schließen. Eine Kundin brachte Mehret Deutsch bei, während eine andere sie in Schwimmen und später im Fahrradfahren unterrichtete.

Der Weg zur Selbstständigkeit

Mehret lernte schnell Deutsch und das Friseurhandwerk. Der Gesellenbrief war ein wichtiger Meilenstein auf ihrem Weg zur Selbstständigkeit. Während ihrer Zeit im Salon wurde sie zur Lieblingsfriseurin vieler Kundinnen. Sie bietet jeder Kundin eine Tasse Kaffee an – ein schönes Ritual, das ihre Wurzeln in Äthiopien widerspiegelt. Es ist faszinierend, wie kleine Gesten so viel über eine Person aussagen können.

Doch der Weg war nicht immer einfach. Mehret berichtete von Herausforderungen und Tiefpunkten in ihrer neuen Heimat. Trotz dieser Hindernisse betonte sie immer wieder ihren Willen, erfolgreich zu sein. Und das ist eine Haltung, die auch im Kontext der Integration von Migrantinnen in Deutschland von großer Bedeutung ist. Laut dem EMN Deutschland Paper lebten im Jahr 2021 rund 3,2 Millionen drittstaatsangehörige Frauen in Deutschland. Diese Frauen stehen oft vor großen Herausforderungen, wenn es um Bildung, Erwerbstätigkeit und soziale Teilhabe geht.

Herausforderungen der Integration

Das EMN Deutschland Paper beleuchtet die verschiedenen Integrationsbereiche wie Bildung, Sprache und Erwerbstätigkeit. Die Erwerbstätigenquote für drittstaatsangehörige Frauen betrug 2021 etwa 44%, während sie bei Männern bei 67% lag. Dies zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um die Gleichstellung zu fördern. Hohe Anerkennungsanforderungen für Qualifikationen in Bildungs-, Erziehungs- und Gesundheitsberufen sowie fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind große Hürden für viele Frauen. Mehret ist ein Beispiel dafür, wie es gelingen kann, trotz dieser Herausforderungen erfolgreich zu sein.

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Das BAMF bietet Integrationskurse an, die speziell die besonderen Umstände von Frauen und Eltern berücksichtigen. Ziel dieser Programme ist es, die Erwerbsbeteiligung von Migrantinnen und geflüchteten Frauen zu steigern. Almasija und Mehret verkörpern diesen Geist der Integration, der auch von politischen Ansätzen unterstützt wird. Die Geschichte von Mehret ist nicht nur die einer erfolgreichen Friseurin, sondern auch ein Symbol für den unermüdlichen Einsatz vieler Frauen, die in Deutschland ein neues Leben beginnen möchten.