Im Saalekreis wird derzeit die Umfrage „What’s up 2.0“ durchgeführt, die sich an Sechs- bis 26-Jährige richtet. Diese Initiative zielt darauf ab, die Angebote für Kinder und Jugendliche zu verbessern und präventive Maßnahmen gezielt einzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) wird die Umfrage durchgeführt, um belastbare Daten zu sammeln, die als Planungsinstrument für die offene Kinder- und Jugendhilfe im Saalekreis dienen. Die Jugendamtsleiterin Antje Springer hebt hervor, dass die psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen gestiegen sind, was vor allem durch die Corona-Pandemie, Schulstress, Isolation und Mobbing beeinflusst wird. Die Lebensrealität der jungen Menschen hat sich stark verändert, und es ist wichtig, diese Veränderungen zu verstehen und darauf zu reagieren.
Die Umfrage wird in 56 Schulen im Saalekreis durchgeführt, wobei die Unterstützung von Kommunen, Schulen und Eltern eine zentrale Rolle spielt. In ausgewählten Grundschulen finden begleitete Gruppenbefragungen statt, während in weiterführenden Schulen eine Klasse pro Jahrgang an der Onlinebefragung teilnimmt. Junge Erwachsene im Alter von 17 bis 26 Jahren werden separat über einen Brief angesprochen, da sie nicht mehr über Schulen erreicht werden können. Über 6.000 junge Erwachsene werden per Stichprobe zur Teilnahme eingeladen, und als Anreiz gibt es die Verlosung eines iPhones als Hauptpreis. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Stimmen der Jugendlichen gehört werden und ihre Bedürfnisse in die Planung einfließen.
Die Bedürfnisse der jungen Generation
Der 17. Kinder- und Jugendbericht, der am 18. September 2024 vorgelegt wurde, verdeutlicht die Lage junger Menschen in Deutschland und die aktuelle Situation der Kinder- und Jugendhilfe. Laut dem Bericht ist die heutige junge Generation die diverseste, die es je gab. Allen jungen Menschen gemeinsam ist das Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit, welche in der heutigen dynamischen und unsicheren Zeit besonders wichtig sind. Die Kernbotschaft des Berichts lautet: Zuversicht braucht Vertrauen. Dies bedeutet, dass Politik, Gesellschaft und Kinder- und Jugendhilfe vertrauenswürdige Rahmenbedingungen und starke, resiliente Angebote bieten sollten, um den Bedürfnissen der jungen Menschen gerecht zu werden.
Ein wichtiger Schritt für die Zukunft
Die Umfrage im Saalekreis und die Erkenntnisse aus dem Kinder- und Jugendbericht zeigen deutlich, dass es an der Zeit ist, die Bedürfnisse und Herausforderungen junger Menschen ernst zu nehmen. Indem man belastbare Daten sammelt und analysiert, können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Es ist entscheidend, dass die Ergebnisse der Umfrage und des Berichts in die zukünftige Planung einfließen, um sicherzustellen, dass die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe den aktuellen Herausforderungen gerecht werden.
Für weitere Informationen zur Umfrage „What’s up 2.0“ und ihren Zielen besuchen Sie bitte die MZ-Website. Zudem können Sie den 17. Kinder- und Jugendbericht einsehen, um mehr über die aktuelle Situation und die Bedürfnisse von Jugendlichen in Deutschland zu erfahren.