Heute ist der 21.05.2026 und die politische Landschaft in Sachsen hat sich in den letzten Wochen so dramatisch verändert, dass man fast die Luft anhalten möchte. Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt, dass die AfD mit 42 Prozent einen Rekordwert erreicht hat. Das sind sage und schreibe sieben Prozent mehr als im Vorjahr! Man könnte sagen, das ist ein echter Aufschwung – der höchste Wert, den die AfD jemals in Sachsen gemessen hat. Im Gegensatz dazu stürzt die CDU, unter der Führung von Ministerpräsident Michael Kretschmer, auf 21 Prozent ab, was einen Rückgang von fünf Punkten im Vergleich zur vorherigen Erhebung darstellt. Wenn man sich die Zahlen anschaut, wird deutlich: Die AfD hat nun doppelt so viele Stimmen wie die CDU.

In der Umfrage, die vom 13. bis 20. Mai mit 1.000 Teilnehmern durchgeführt wurde, ist die Stimmung der Sachsen eindeutig. 49 Prozent der Befragten haben bereits die AfD gewählt oder können sich vorstellen, dies zu tun. Nur 39 Prozent schließen eine Stimmabgabe für die AfD kategorisch aus. Das ist schon eine bemerkenswerte Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die CDU bei der letzten Landtagswahl 2024 mit 31,9 Prozent noch knapp vor der AfD lag, die damals 30,6 Prozent erhielt. Jetzt scheint es, als ob die CDU in Sachsen am Boden ist – der schwächste Wert in einer Umfrage für die CDU und ein deutliches Zeichen für die wachsende Unzufriedenheit der Wähler.

Ein schwieriges Terrain für die Regierungsbildung

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass eine Regierungsbildung in Sachsen schwieriger werden könnte. Die AfD könnte theoretisch mit fast jeder im Landtag vertretenen Partei eine Regierung bilden. Selbst eine Koalition mit dem BSW, der bei 7 Prozent liegt, würde bereits eine rechnerische Mehrheit ergeben. Im Gegensatz dazu kommt die derzeitige Minderheitsregierung von CDU und SPD nur auf insgesamt 27 Prozent – das ist nicht gerade ein sicheres Fundament. Die SPD selbst bleibt mit 6 Prozent auf dem gleichen Niveau wie bei der letzten Wahl, während die Linke und die Grünen jeweils 9 und 6 Prozent erreichen.

Die Umfrage deutet darauf hin, dass die CDU und SPD auf die Unterstützung aller anderen Fraktionen angewiesen wären, was die Regierungsbildung extrem kompliziert macht. Komischerweise hat Kretschmer, der in einer hypothetischen Direktwahl 44 Prozent Zustimmung erhält, deutlich mehr Rückhalt als der AfD-Landeschef Jörg Urban, der nur 20 Prozent bekommt. Das zeigt, dass die Wähler zwar mit der CDU unzufrieden sind, aber Kretschmer dennoch als Person schätzen. Das macht die Situation noch interessanter.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Ein weiterer interessanter Aspekt ist das Potenzial der CDU, das maximal bei 36 Prozent liegt – also noch viel Luft nach oben. Doch die Umfrage zeigt, dass 35 Prozent der Befragten mit der aktuellen Landesregierung zufrieden sind, während 58 Prozent unzufrieden sind. Das ist ein klares Zeichen, dass viele Sachsen mit der Politik unzufrieden sind und nach Alternativen suchen. Wenn man bedenkt, dass die AfD in Sachsen-Anhalt ebenfalls 42 Prozent erreicht hat, könnte man fast meinen, dass sich ein Trend abzeichnet, der über die Landesgrenzen hinausgeht.

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Die Abweichungen in den Umfragewerten sind ebenfalls interessant. Die durchschnittliche Abweichung der Wahlumfragen der Institute beträgt etwa 1,34 Prozentpunkte. Das könnte bedeuten, dass wir in den kommenden Monaten noch mit Überraschungen rechnen dürfen – sowohl für die AfD als auch für die CDU. Die nächsten Landtagswahlen in Sachsen sind für 2029 angesetzt, aber schon jetzt zeigt sich, dass die politische Landschaft in Deutschland sich rasant verändert. Wer weiß, vielleicht erleben wir bald eine ganz neue Ära der sächsischen Politik.