Heute, am 9. Juni 2026, versammelten sich rund 50 Vereinsvertreter in Mittelsachsen zu einer Mitgliederversammlung, die ganz im Zeichen des Sports stand. Der Präsident des Landessportbundes Sachsen, Frank Pfeil, hielt einen eindrucksvollen Vortrag zur aktuellen Lage im sächsischen Sport. Emotional wurden Ideen und Herausforderungen diskutiert, die die Vereinslandschaft prägen. Die aktuellen Mitgliederzahlen sind ermutigend: 51.028 Menschen, organisiert in 385 Sportvereinen, stellen einen Zuwachs von fast 1.000 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr dar. Besonders erfreulich ist, dass rund 18.000 Mitglieder in der Sportjugend aktiv sind.
Die Vielfalt an Sportarten, die in Mittelsachsen regelmäßig trainiert wird, ist beeindruckend. Über 80 Sportarten stehen zur Auswahl, was den Charakter und die Lebendigkeit der Region unterstreicht. Diese Vielfalt wird von den Anwesenden geschätzt und ist ein Grund, warum die Mitgliederzahlen steigen. Es ist schon ein bisschen bemerkenswert, wie der Sport die Menschen zusammenbringt und Gemeinschaftsgefühl entfaltet. Die Diskussionen während der Versammlung waren von einem Gefühl der Einheit geprägt – eine Art Zusammenhalt, der in der heutigen Zeit manchmal verloren geht.
Steigende Mitgliederzahlen und Herausforderungen
Der Landessportbund Sachsen kann zum vierten Mal in Folge steigende Mitgliedszahlen verzeichnen. Mit einem Zuwachs von mehr als 23.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr, was einem Plus von 3,2 % entspricht, zeigt sich die anhaltende Beliebtheit des Sports in der Region. Insgesamt sind in Sachsen nun 749.547 Menschen sportlich aktiv, was bedeutet, dass rund 18,5 % der Bevölkerung Mitglied in einem Sportverein sind. Dabei gibt es Zuwächse in allen Altersgruppen: Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie Personen über 50 Jahre. Besonders auffällig ist, dass die Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit 261.419 Mitgliedern die größte im sächsischen Sport ausmacht.
Doch es gibt auch Herausforderungen. Die Anzahl der Vereine hat um 18 auf 4.312 abgenommen, während die verbleibenden im Durchschnitt 174 Mitglieder und 2,4 Abteilungen aufweisen. Über 80 % der Vereine kämpfen mit der Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen – eine alarmierende Tatsache, die nicht ignoriert werden kann. Zudem besteht in vielen Sportstätten ein dringender Handlungsbedarf. Einige Vereine sehen sich sogar existenziellen Bedrohungen gegenüber, was den Zustand ihrer Sportstätten betrifft.
Unterstützung für Vereine und Ehrenamtliche
In Anbetracht dieser Herausforderungen hat der Landessportbund Sachsen das Förderprogramm „Ehrenamt stärken im Sport“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, finanzielle Unterstützung für Sportvereine zu bieten, um Ehrenamtliche zu fördern und zu binden. Die Maßnahmen umfassen die Aus- und Weiterbildung von Kampf- und Schiedsrichtern sowie die Ausstattung von Trainern und Übungsleitern. Vereine können bis zu 1.000 Euro beantragen, in bestimmten Fällen sogar bis zu 2.000 Euro – und das bei der Übernahme von bis zu 95 Prozent der förderfähigen Kosten!
Das Antragsverfahren ist unkompliziert und erfolgt online über das VereinsPortal. Der Zeitraum für die Antragstellung erstreckt sich vom 1. April bis 31. Mai 2026, und die geförderten Maßnahmen müssen bis spätestens 31. Oktober umgesetzt werden. Diese Initiative zeigt, wie wichtig es ist, die Basis des Sports zu stärken, besonders in Zeiten, in denen Ehrenamtliche rar gesät sind.
Insgesamt stehen die Zeichen für den sächsischen Sport auf Wachstum, auch wenn die Herausforderungen nicht zu vernachlässigen sind. Die Mitgliederversammlung in Mittelsachsen war ein Beweis dafür, dass Engagement und Leidenschaft für den Sport lebendig sind – und das ist doch schließlich das, was zählt.
