In Mittelsachsen gibt es ein ernsthaftes Problem: Der Zahnarztmangel. Das ist nicht einfach nur ein kleines Ärgernis, sondern eine echte Bedrohung für die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Gebieten. Der Landkreis hat jetzt Stipendien ins Leben gerufen, um angehende Mediziner zu gewinnen und damit einer drohenden Versorgungslücke entgegenzuwirken. Denn der Nachwuchs an Zahnmedizinern bleibt aus, was zur Schließung von Praxen führt – wie zuletzt in der Gemeinde Erlau bei Mittweida. Das ist schon ziemlich alarmierend, wenn Prognosen zeigen, dass der Versorgungsgrad von Zahnmedizinern in Mittelsachsen von derzeit 97,5 Prozent bis 2035 auf unter 70 Prozent sinken könnte. Das klingt nach einer echten Krise!

Um dem entgegenzuwirken, wurde im Sächsischen Landtag das „Gesetz zur Sicherstellung der zahnärztlichen Versorgung in Bedarfsgebieten im Freistaat Sachsen“ beschlossen, auch bekannt als das Sächsische Landzahnarztgesetz. Dieses Gesetz hat das Ziel, der drohenden Unterversorgung im zahnärztlichen Bereich entgegenzuwirken. Ein erschreckender Fakt: Bis 2030 werden über 60% der niedergelassenen Zahnärzte das Rentenalter erreichen, wobei in einigen Regionen bereits 50% der Zahnärzte über 60 Jahre alt sind. Das wird die Situation nicht gerade entspannen, da es nicht genug Nachwuchs gibt, um die Lücke zu füllen.

Die Landzahnarztquote

Ein zentraler Bestandteil des neuen Gesetzes ist die Einführung einer Landzahnarztquote. Diese ermöglicht es Bewerberinnen und Bewerbern, unabhängig vom Numerus Clausus Zugang zum Zahnmedizinstudium zu erhalten. Das Auswahlverfahren berücksichtigt Eignung, Praxiserfahrung und soziales Engagement – das klingt doch schon mal vielversprechend! Über die Quote sollen bis zu 9 Studienplätze pro Wintersemester vergeben werden, die dann eine Verpflichtung zur Tätigkeit in Bedarfsregionen für mindestens 10 Jahre mit sich bringen. So sollen Gebiete wie Mittelsachsen, Görlitz und Teile des Erzgebirgskreises gezielt unterstützt werden.

Aktuell gibt es in Sachsen 109 Studienplätze für Zahnmedizin, die sich auf die Universitäten in Leipzig und Dresden verteilen. Und die Zahlen sind alarmierend: Der Rückgang der Vertragszahnärzte in Sachsen von 3.602 im Jahr 2015 auf 3.248 im Jahr 2025 wird erwartet. Dabei sind 40% der aktuellen Vertragszahnärzte älter als 60 Jahre. Die Prognose zeigt, dass in den nächsten 10 Jahren mindestens 700 Ruhestände anstehen werden, jedoch nur etwa halb so viele Nachwuchskräfte zur Verfügung stehen. Das ist nicht gerade rosig!

Herausforderungen in ländlichen Regionen

Die Situation ist nicht nur in Mittelsachsen ein Problem. Die zahnärztliche Versorgung in ländlichen Regionen Deutschlands ist generell herausfordernd, und das hat verschiedene Ursachen: vom Zahnarztmangel über strukturelle Probleme bis hin zur unzureichenden Infrastruktur. Eine Studie aus 2026 hat ergeben, dass 42% der Zahnarztpraxen auf dem Land unter Personalmangel leiden. Hier sind Bund, Länder, Kommunen, Krankenkassen und Berufsverbände gefordert, gemeinsam zu handeln.

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Um die Versorgung zu verbessern, könnten gezielte politische Maßnahmen wie finanzielle Zuschüsse und Steuererleichterungen für Existenzgründungen helfen. Auch der Ausbau der Infrastruktur, moderne Praxen und sogar mobile Zahnarztpraxen für schwer erreichbare Regionen könnten Lösungen sein. Die Vernetzung von Gesundheitsdienstleistern und eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Bevölkerung sind ebenfalls notwendig.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Maßnahme ist der Schwarzwald-Baar-Kreis, wo in 2021 durch Förderung von Zahnarztpraxen ein Anstieg der Fachkräfte um 15% in zwei Jahren verzeichnet wurde. Niedersachsens mobile Zahnarztpraxen steigern die Versorgungskontakte um 30%. Das sind doch Ansätze, die Mut machen – auch wenn die Herausforderungen enorm sind und noch viel zu tun bleibt. Es ist klar, dass unzureichende Zahnversorgung zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen kann, und viele Menschen in ländlichen Gebieten klagen über die mangelnde zahnärztliche Versorgung. Da muss dringend was passieren!