Heute ist der 10.05.2026 und es gibt spannende Neuigkeiten aus Sachsen-Anhalt! In der kleinen Stadt Möser, wo die Natur noch in vollen Zügen erlebbar ist, haben sich Schüler und Lehrer zusammengetan, um die Welt der Bienen zu entdecken. Wolfgang Zahn, Projektleiter der Agrarmarketinggesellschaft, hält stolz einen Holzrahmen eines Bienenstocks hoch und erklärt dessen Aufbau. Vor zehn Jahren startete er das Schulimkerprojekt, mit dem Ziel, junge Menschen für die Imkerei zu begeistern. An der Sekundarschule in Möser, wo Lehrer Max Friese und Hausmeister Dirk Hansen eine Schul-AG ins Leben gerufen haben, sind mittlerweile 14 Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse aktiv dabei. Es ist wirklich bemerkenswert, wie viel Interesse die Kinder an diesem Projekt zeigen!

Judy aus der 9. Klasse und Jeff aus der 6. Klasse erzählen begeistert von ihren Erfahrungen. Jeff hat ein großes Interesse am Verhalten der Bienen und der Honigproduktion, während Judy sich auf das Honigmachen freut. Beide sind ganz unerschrocken, wenn es um die kleinen fliegenden Insekten geht, und sie genießen die Verbindung zur Natur, die das Imkern mit sich bringt. Die AG beschäftigt sich unter anderem mit dem Herstellen von Rähmchen für die Bienenstöcke und dem Kerzenmachen aus Bienenwachs. Dank der Unterstützung des Schulimkerprojekts wird es den Schülern erleichtert, die notwendige Imkerausrüstung zu beschaffen. Jährlich werden im Rahmen des Projekts rund 2.000 Euro für die Ausstattung von sechs Schulen bereitgestellt – eine großartige Initiative!

Ein neuer Standort in Halle

Ein weiterer Lichtblick kommt aus dem Hort „Frohe Zukunft“ in Halle, der ebenfalls Teil des Schulimkerprojekts ist. Hier haben die Kinder seit fast zwei Jahren von einer eigenen Imkerei geträumt und nun ist es endlich soweit: Sie haben drei Bienenvölker erhalten! Das Projekt wurde von der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums und des Imkerverbands initiiert. Der Hort hat nicht nur die Bienenvölker, sondern auch eine komplette Imkerausrüstung bekommen, die alles von Beuten bis hin zu Honigschleudern und Schutzausrüstungen umfasst. Hortleiterin Michaela Wähler hat die Bewerbung für das Projekt erfolgreich eingereicht, und nun können die Kinder hautnah erfahren, wie die Bienen leben und was es bedeutet, Imker zu sein.

Im Rahmen einer Projektwoche wurden die Kinder auf ihre neuen Bewohner vorbereitet. Das Ziel ist es, dass die Schüler einen internen Imkerschein erwerben können. Zudem haben drei Pädagogen im Hort eine Ausbildung zum Imker absolviert, und externe Bienenpädagogen unterstützen das Projekt in den ersten beiden Jahren. Ein Schutzkonzept wurde entwickelt, um sowohl die Insekten als auch die Kinder zu schützen. Die Eltern wurden von Anfang an über die Pläne informiert und hatten die Möglichkeit, bei einem Einweihungsfest die Bienenstöcke zu besichtigen. Die erste Honigernte wird voraussichtlich nach den Sommerferien erwartet – es wird mit bis zu 30 Litern gerechnet!

Die Begeisterung für die Imkerei und den Umgang mit den Bienen zeigt, wie wichtig solche Projekte für die Natur- und Umweltbildung sind. Die Kinder lernen nicht nur über die Bienen, sondern auch die Bedeutung der Bestäubung für unsere Umwelt und die Wichtigkeit des Naturschutzes. Es ist einfach großartig zu sehen, wie junge Menschen durch solche Initiativen für die Natur sensibilisiert werden und gleichzeitig praktische Fähigkeiten erlernen. In einer Zeit, in der das Interesse an nachhaltigen Praktiken immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind solche Projekte ein echter Gewinn für die Schulen und die Gemeinschaft!

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