Heute ist der 19.05.2026 und in Flensburg, also gleich um die Ecke, gab es am Montagabend einen heftigen Brand auf dem Gelände eines Schrott verarbeitenden Betriebs in Flensburg-Weiche. Die Feuerwehr war im Großeinsatz – und das kann man wörtlich nehmen! Rund 100 Einsatzkräfte von vier freiwilligen Feuerwehren und sogar einer dänischen Feuerwehr hatten alle Hände voll zu tun. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, wie sowohl Polizei als auch Feuerwehr bestätigten.
Das betroffene Areal des Schrottplatzes war etwa 20 mal 40 Meter groß und es hatte ein größerer Haufen Kabel Feuer gefangen. Das klingt nicht nur gefährlich, sondern sorgte auch dafür, dass die Bevölkerung über die Warn-App Nina aufgefordert wurde, das Gebiet zu meiden. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, und das aus gutem Grund. Der Radius, der betroffen war, umfasste Harrislee, Handewitt, Hürup und die Autobahn 7. Die Nachlöscharbeiten und die damit verbundenen Straßensperrungen zogen sich bis Mitternacht.
Ursache des Brandes unklar
Die Ursache des Feuers ist derzeit unbekannt, und die Ermittlungen laufen. Das ist besonders brisant, denn in letzter Zeit hat sich eine besorgniserregende Zunahme von Elektroschrott-Bränden auf Recyclinghöfen in Schleswig-Holstein gezeigt. Oft sind falsch entsorgte Batterien und Lithium-Ionen-Akkus die Übeltäter. Ein ähnlicher Vorfall auf demselben Schrottplatz hatte bereits Ende letzten Jahres einen größeren Einsatz ausgelöst. Man fragt sich, wie oft es noch zu solchen gefährlichen Situationen kommen kann.
Die Feuerwehr hat in einem solchen Großeinsatz nicht nur mit den Flammen, sondern auch mit den besonderen Gefahren umzugehen, die Elektroschrott mit sich bringt. Diese Brände können schnell außer Kontrolle geraten und stellen für die Einsatzkräfte eine erhebliche Gefahr dar. Die Schadstoffe, die beim Verbrennen freigesetzt werden, sind ein zusätzliches Risiko für die Umwelt und die Gesundheit der Anwohner. Das Thema der richtigen Entsorgung von Elektroschrott wird durch solche Vorfälle immer drängender.
Ein Blick auf die letzten Einsätze zeigt, dass die Feuerwehr hier in Flensburg schon einiges erlebt hat. Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen schnell Klarheit bringen und vielleicht auch zukünftige Brände in dieser Form verhindern können.
