20 Millionen Euro für die Sanierung von Marienkirche und Lübecker Dom
In Lübeck tut sich gerade einiges – und das nicht nur, weil die Stadt mit ihren historischen Kirchen ein wahres Juwel ist. Jüngst wurden großzügige Fördergelder vom Bund bekannt gegeben, die der Sanierung der Marienkirche und des Lübecker Doms zugutekommen werden. Insgesamt fließen rund 20 Millionen Euro in die beiden bedeutenden Gebäude, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sind. Das hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer am Dienstag in einer feierlichen Übergabe in Lübeck verkündet. Von den 20 Millionen Euro erhält die Marienkirche etwa 14,5 Millionen Euro, während der Dom mit 6,5 Millionen Euro bedacht wird. Das ist doch eine tolle Nachricht, oder?
Die Fördergelder werden vor allem für die Innensanierung der Marienkirche verwendet, wo unter anderem ein neuer Fußboden und eine Fußbodenheizung geplant sind. Die Kirche soll im November 2027 für sechs bis zwölf Monate geschlossen werden, was sicher eine Herausforderung für die Gemeinde darstellt. Dennoch, die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 28 Millionen Euro. Das klingt nach einem großen Projekt! Auch am Lübecker Dom wird dringend Hand angelegt, denn dort sind bereits tiefe Risse im Südturm festgestellt worden. Die Sanierungsarbeiten am Dom sind auf insgesamt rund 23 Millionen Euro veranschlagt.
Wertschätzung für Kulturbauten
Wolfram Weimer und die Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hoben die immense Bedeutung der Lübecker Welterbestätten hervor. Diese Kirchen sind nicht nur architektonische Meisterwerke; sie sind auch Orte der Hoffnung und kulturellen Identität. Kühnbaum-Schmidt dankte allen Engagierten in den Kirchengemeinden und der Politik für deren Unterstützung. Pastor Robert Pfeifer von der Marienkirche betonte die Wertschätzung, die mit dieser Förderung verbunden ist. Es ist einfach beruhigend zu wissen, dass die Geschichte und die kulturellen Werte dieser Stätten nicht verloren gehen. Ein bisschen wie ein Knoten im Herzen, der sich löst.
Die Fördermittel stammen von der Behörde des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die seit 2009 bis 2025 insgesamt rund 547 Millionen Euro in den Denkmalschutz investiert hat. Damit wurden über 3.000 national bedeutsame Kulturdenkmäler und historische Orgeln saniert. Es ist eine gewaltige Anstrengung, die zeigt, wie wichtig der Erhalt unseres kulturellen Erbes ist. Und das nicht nur in Lübeck, sondern deutschlandweit.
Sanierung mit Weitblick
Es gibt nicht nur die Marienkirche und den Lübecker Dom, die auf frische Gelder hoffen. Auch der Ohlsdorfer Friedhof und die Schaugewächshäuser in Planten un Blomen erhalten insgesamt 22 Millionen Euro für ihre Sanierung. Das zeigt, dass der Bund sich nicht nur auf die großen Kirchen konzentriert, sondern auch auf andere kulturell wertvolle Stätten. Die historischen Kirchen in Lübeck wurden zuvor für insgesamt 19,5 Millionen Euro saniert, aber der Bedarf an neuen Nutzungsideen bleibt bestehen. Es wird spannend sein zu sehen, welche innovativen Konzepte die Kirchengemeinden entwickeln, um diese Orte lebendig zu halten.
Insgesamt wird die Sanierung der Kirchen und anderer historischer Stätten nicht nur die bauliche Substanz erhalten, sondern auch einen Raum für die Gemeinschaft schaffen. Man fragt sich, wie die Lübecker nach der Sanierung die neuen Möglichkeiten nutzen werden. Das bleibt abzuwarten, doch die Vorfreude ist sicher groß. Und wer weiß, vielleicht wird Lübeck bald noch mehr zum Anziehungspunkt für Kulturliebhaber aus aller Welt. Wer sich jetzt schon für die Sanierung interessiert, kann mehr dazu auf NDR erfahren.
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