Ab Sommer 2026 wird das Schülerticket für Schülerinnen und Schüler in den Kreisen Pinneberg, Segeberg und Herzogtum Lauenburg einheitlich zum Preis von 21 Euro angeboten. Diese Regelung wurde am 29. April 2026 vom Kreis Pinneberg beschlossen, der damit dem gemeinsamen Weg mit den anderen beiden Kreisen zustimmt. Die Preisgestaltung des Schülertickets erfolgt unabhängig von der Entfernung zur Schule, was eine wesentliche Veränderung im Vergleich zu den bisherigen Regelungen darstellt. Bisher war die Kostenbeteiligung abhängig vom Wohnort und der Distanz zur Schule, was bedeutete, dass Familien mit Kindern in der Nähe der Schule einen Eigenanteil von 38 Euro zahlen mussten, während weiter entfernt wohnende Familien nichts zahlten.
Die neue Regelung sieht vor, dass der Eigenanteil für das Schülerticket auf ein Drittel des aktuellen Deutschlandtickets (63 Euro) festgelegt wird. Dies bedeutet, dass bei einer möglichen Preiserhöhung des Deutschlandtickets auch der Eigenanteil für das Schülerticket steigen wird. Die Kreise erwarten durch diese Anpassung Mehreinnahmen im sechsstelligen Bereich, wobei für den Kreis Pinneberg eine Einnahme von bis zu 360.000 Euro pro Jahr prognostiziert wird. In den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Segeberg werden Mehreinnahmen von etwa 810.000 bis 815.000 Euro erwartet. Allerdings wird der Kreis Stormarn vorerst nicht an dieser neuen Regelung teilnehmen, da der gemeinsame Weg dort nicht auf der Agenda steht.
Aktuelle Herausforderungen
Zusätzlich zu den Änderungen beim Schülerticket gibt es auch Herausforderungen bei der Zustellung des Deutschland-Schultickets in mehreren Kreisen und Städten. Dies führte zu einer Sondersitzung des Schulausschusses am 23. März, um die Probleme zu besprechen und Lösungen zu finden. In einem anderen Teil von Schleswig-Holstein hat der Kreistag Dithmarschen eine höhere Eigenbeteiligung beim Schüler-Deutschlandticket für das Schuljahr 2026/2027 beschlossen, was ebenfalls für Unruhe sorgt.
Für weitere Informationen zur Schülerticketregelung und den damit verbundenen Aspekten können Interessierte die offizielle Seite des Kreises Pinneberg besuchen. Dort sind detaillierte Informationen über die Schülerbeförderung zu finden: Kreis Pinneberg.
Erweiterter Kontext
In Deutschland gibt es derzeit keine bundesweite Ermäßigung für Schülerinnen beim Deutschlandticket; jedes Bundesland hat die Freiheit, die Ermäßigung selbst zu regeln. Für das DeutschlandTicket Schule fallen unterschiedliche Kosten an, abhängig vom Anspruch der Familien. Selbstzahlerinnen zahlen beispielsweise 43 Euro, während Familien mit mehreren Kindern reduzierte Preise erhalten können. Anspruch auf das DeutschlandTicket Schule haben alle Schüler*innen von der Grundschule bis zur Oberstufe, sofern der Schulträger das Ticket anbietet und sich im VRR-Verbundraum befindet. Dies zeigt, wie heterogen die Regelungen in den verschiedenen Bundesländern sind und wie wichtig lokale Entscheidungen für die Schülerinnen und Schüler sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neuen Regelungen in Schleswig-Holstein sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird und inwiefern die Kreise die finanziellen und logistischen Herausforderungen meistern können.