Lichtblick verzeichnet Umsatzrückgang trotz Wachstum der erneuerbaren Energien in Deutschland
Heute ist der 18.06.2026 und aus Schleswig gibt es Neuigkeiten aus dem benachbarten Deutschland, die uns alle betreffen könnten. Der Ökostromanbieter Lichtblick hat kürzlich von einem Umsatzrückgang berichtet, der im Geschäftsjahr bis März zu verzeichnen war. Laut einem Bericht von n-tv sank der Umsatz um etwa 11,5 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro. Ein Rückgang, der anscheinend auf die Normalisierung der Strompreise zurückzuführen ist, nachdem wir die hohen Preise in den Jahren 2022 und 2023 erlebt haben. Wer hätte gedacht, dass der Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 solch weitreichende Konsequenzen für die Energiepreise in Deutschland haben würde?
Interessanterweise fiel der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sogar um mehr als ein Viertel auf 48,7 Millionen Euro. Lichtblick, das Unternehmen, das Ökostrom kauft und verkauft, hat sich seit Ende 2022 auch in die Produktion von Strom mit einem neuen Solarpark in Sachsen-Anhalt gestürzt. Und das ist noch nicht alles – seitdem wurden drei weitere Solarparks hinzugefügt. Das Ziel: Bis Ende des laufenden Geschäftsjahres mindestens 150 Gigawattstunden Strom pro Jahr zu produzieren. Das klingt nach einem ambitionierten Plan! Um diese Ziele zu erreichen, plant Lichtblick Investitionen von rund 600 Millionen Euro bis 2030 in die Stromerzeugung und Speicher. Die Hoffnung ist, mehr Wertschöpfung durch eigene Infrastruktur zu generieren.
Die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland
In einem weiteren Zusammenhang ist es spannend zu sehen, wie sich die Erzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland entwickelt hat. Laut der Bundesnetzagentur, die am 3. Januar 2024 die Strommarktdaten für 2023 veröffentlichte, betrug der Anteil erneuerbarer Energien an der Netzlast beeindruckende 55,0 Prozent, ein Anstieg gegenüber 48,42 Prozent im Jahr 2022. Ein großer Teil dieses Anstiegs kommt von Windkraftanlagen, die sowohl Onshore als auch Offshore stark zugenommen haben. Diese Zahlen machen deutlich, dass der Übergang zu erneuerbaren Energien nicht nur ein Schlagwort ist, sondern sich tatsächlich in den Statistiken niederschlägt.
Die gesamte Erzeugung aus erneuerbaren Energien lag bei 251,2 TWh, was einem Zuwachs von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wind und Sonne scheinen also nicht nur in der Diskussion, sondern auch in der Realität eine immer größere Rolle zu spielen. Auch die Großhandelsstrompreise sind gesunken – von 235,45 €/MWh im Jahr 2022 auf durchschnittlich 95,18 €/MWh im Jahr 2023. Ein Rückgang auf weniger als die Hälfte! Merkwürdigerweise gab es sogar 301 Stunden mit negativem Großhandelsstrompreis. Wer hätte das gedacht?
Die Herausforderungen der Energiewende
Doch trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es Herausforderungen. Die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern sank deutlich, was zeigt, dass auch die fossilen Quellen unter Druck geraten. Steinkohle fiel um 36,8 Prozent im Vergleich zu 2022. Während Erdgas eine Steigerung von 31,3 Prozent verzeichnete, bleibt abzuwarten, wie sich das auf die zukünftigen Preisentwicklungen auswirken wird. Die Netzlast verringerte sich ebenfalls, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage nach Strom in Deutschland schwankt.
Insgesamt bleibt die Energiewende also ein spannendes und dynamisches Feld, das sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Lichtblick, das Unternehmen mit rund einer Million Kundenverträgen und etwa 700 Mitarbeitern, bewegt sich in diesem komplexen Markt und zeigt, dass auch ein Rückgang des Umsatzes nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. Vielmehr könnte es der Anfang von etwas Neuem sein, das uns alle betrifft. In einer Zeit, in der die Welt auf nachhaltige Lösungen angewiesen ist, bleibt es spannend zu beobachten, wie sich diese Entwicklungen weiter entfalten werden.
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