Heute ist der 4.07.2026, und während sich die Sonne über Schleswig erhellt, erreichen uns erfreuliche Nachrichten aus Deutschland. Die LNG-Terminals – das sind die Flüssigerdgas-Terminals – in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern ziehen eine positive Halbjahresbilanz. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Im ersten Halbjahr 2026 wurden 67.000 Megawatt-Stunden LNG importiert, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 39.000 Megawatt-Stunden im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das sind über 70 Prozent mehr! Die drei Terminals, die in Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Mukran stehen, haben sich als echte Leistungsträger erwiesen.

Doch warum dieser Boom? Der Iran-Konflikt hat zwar die LNG-Produktion in Katar und die Handelswege durch die Straße von Hormus eingeschränkt, aber laut Bundesnetzagentur spielt Gas vom Persischen Golf für die deutsche Versorgung keine wesentliche Rolle. Deutschland bezieht seine LNG-Lieferungen vor allem aus anderen Regionen, insbesondere den USA. Trotz globaler Herausforderungen hat die weltweite LNG-Verflüssigungsmenge im Mai 2026 das Vorjahresniveau erreicht oder sogar leicht übertroffen. Irgendwie beruhigend, oder?

Ein Blick auf die Zahlen

Die Nordsee-Terminals haben im ersten Halbjahr 2026 eine Einspeisung von 54 Terawattstunden erreicht. Das Ostsee-Terminal hat dazu noch einmal 13 Terawattstunden beigesteuert. Zusammen decken diese Terminals allerdings nur etwa 12 Prozent der deutschen Gas-Importe ab. Der Rest kommt über Pipelines aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien. Im Jahr 2025 lag der Anteil der über Terminals an Nord- und Ostsee importierten Gases noch bei rund 10 Prozent, 2024 sogar nur bei 8 Prozent – der Fortschritt ist also eindeutig sichtbar.

Die Deutsche Energy Terminal Gesellschaft (DET) betreibt die Terminals in Brunsbüttel und Wilhelmshaven und plant, ihre Kapazitäten weiter zu erhöhen. Ein neues LNG-Terminal in Stade und ein zweites Schiff in Mukran sind in Planung. Die Auslastung dieser Terminals lag im ersten Halbjahr 2026 bei rund 72 Prozent, was eine Steigerung im Vergleich zu 63 Prozent im Vorjahr darstellt. Das zeigt, dass die Nachfrage da ist und die Betreiber auf den Zug aufspringen.

Die geopolitischen Rahmenbedingungen

Der Krieg im Iran hat nicht nur Auswirkungen auf die LNG-Produktion in Katar, sondern auch auf den internationalen LNG-Handel. Lieferungen werden oft nach Asien umgeleitet, was die Verfügbarkeit in Deutschland beeinflusst. Komischerweise haben jedoch nur sehr wenige Lieferungen aufgrund der Konkurrenz mit dem asiatischen Markt abgesagt werden müssen. Das ist ein kleines Lichtblick in der derzeitigen Situation. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Markt entwickeln wird.

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Der Bau der LNG-Terminals wurde von der Bundesregierung nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forciert, um die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen zu verringern. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass Deutschland auf der Suche nach neuen Wegen ist, um seine Energieversorgung zu sichern. In der Tat hat Deutschland seine LNG-Lieferungen aktuell stark diversifiziert, wobei die USA zur wichtigsten Quelle aufgestiegen sind.

Insgesamt zeigt die Halbjahresbilanz der deutschen LNG-Terminals, dass trotz der geopolitischen Herausforderungen und der Umleitung von Lieferungen nach Asien, die deutsche Gasversorgung stabil bleibt und sogar wächst. Der Weg in eine neue Energiezukunft ist geebnet, und die Entwicklungen an den Nord- und Ostsee-Terminals werden mit Sicherheit auch in den kommenden Monaten von großem Interesse sein.

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