In Gotha, Deutschland, ist die Sanierung des Westflügels von Schloss Friedenstein in vollem Gange. Ein wichtiger Schritt in diesem umfangreichen Projekt wurde nun erfolgreich abgeschlossen: Der Westflügel ist nun barrierefrei zugänglich, dank eines neuen Fahrstuhls. Dies wurde von Doris Fischer, der Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, in einem Interview mit MDR KULTUR bestätigt. Der neu errichtete Zugang ermöglicht nicht nur einen bequemen Besucherrundgang, sondern bietet auch einen zusätzlichen Fluchtweg, was die Sicherheit im Schloss erhöht.

Die Sanierung des Westflügels erfordert massive Investitionen, mit geschätzten Kosten von 64 Millionen Euro für die weiteren Arbeiten. Diese sind Teil eines umfassenden Sanierungskonzepts, dessen Gesamtkosten sich auf etwa 110 Millionen Euro belaufen, gefördert zur Hälfte von Bund und Land. Die Arbeiten sind notwendig geworden, da massive Schäden in Decken und Wänden festgestellt wurden, die auf Überlastungen und altersbedingte Abnutzungserscheinungen zurückzuführen sind.

Fortschritte und zukünftige Planungen

Aktuell hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit dem Innenausbau des neuen Erschließungsbereichs begonnen. Ein neues Treppenhaus wird nicht nur den Zugang zum Westflügel erleichtern, sondern auch eine barrierefreie Erschließung aller Geschosse im Westturm und im Westflügel gewährleisten. Die Freilegungs- und Rückbauarbeiten, die im Oktober 2023 abgeschlossen wurden, schufen die notwendigen Voraussetzungen für die weiteren Sanierungsmaßnahmen. Silvia Wagner, Abteilungsleiterin Bauten und Gärten der STSG, betont, wie wichtig diese Freilegungen für den Erfolg der Sanierung sind.

Zu den umfangreichen Ausbauarbeiten gehören der Einbau von Toiletten, Elektroinstallationen und die Gestaltung der Innenräume. Die STSG plant, den Bereich bis Mitte 2025 fertigzustellen, sodass Besucher bald von den verbesserten Einrichtungen profitieren können. Die Rückbauarbeiten allein kosteten bereits rund 1 Million Euro und umfassten das Entfernen alter Heizungsanlagen, veralteter Elektrik und schadhafter Sanitärinstallationen.

Ein Blick auf die Geschichte und Bedeutung des Schlosses

Schloss Friedenstein ist nicht nur eines der größten Denkmalschutzprojekte in Deutschland, sondern auch ein bedeutendes kulturelles Erbe. Mit einer Geschichte, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht, und einer beeindruckenden Baufläche von über 21.000 Quadratmetern, gilt es als eines der herausragendsten barocken Bauwerke des Landes. Die aktuelle Sanierung ist die erste umfassende Baumaßnahme seit der Erbauung vor fast 400 Jahren und wurde notwendig, um die Besucherzahlen, die 2018 auf 133.970 gesunken sind, wieder zu steigern.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Sanierung wird durch ein umfassendes Finanzierungsprogramm unterstützt, das insgesamt 110 Millionen Euro für Schloss Friedenstein umfasst, und ist Teil eines größeren Sonderinvestitionsprogramms, das bis 2032 200 Millionen Euro für 13 Liegenschaften der Stiftung bereitstellt. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die kulturelle Nutzung des Schlosses aufrechtzuerhalten und die historischen Werte zu bewahren.

Mit der Fortführung der Sanierungsarbeiten bis 2031 wird Schloss Friedenstein bald wieder in neuem Glanz erstrahlen und seinen Besuchern eine Vielzahl an kulturellen Erlebnissen bieten. Wer sich für die Fortschritte bei der Sanierung interessiert, kann sich auch über die neue Ausstellung in der Alten Münze informieren, die spannende Einblicke in das Projekt gewährt.

Für weitere Informationen und aktuelle Updates zu den Sanierungsarbeiten besuchen Sie bitte die Webseite der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten unter diesem Link oder lesen Sie den umfassenden Bericht bei MDR KULTUR.