In Jena wird es spannend! Die Stadt vergibt in diesem Jahr den Preis für Zivilcourage zum 25. Mal. Ein Vierteljahrhundert, in dem Menschen gewürdigt werden, die sich durch Mut und Empathie auszeichnen. Was für eine großartige Gelegenheit, um die Helden des Alltags ins Rampenlicht zu rücken! Und das Beste? Anlässlich dieses Jubiläums wird ein ganz besonderer Sonderpreis vergeben, der kontinuierliches Engagement für ein demokratisches und gewaltfreies Zusammenleben honoriert. Wer könnte da nicht begeistert sein?
Bis zum 3. Juli können die Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für die neuen Preisträger einreichen. Die Organisation KoKont hat die Aufgabe, diese Vorschläge zu sammeln. Das ist eine tolle Chance für alle, die in ihrem Umfeld Menschen kennen, die sich für andere einsetzen und oft im Stillen Großes leisten. Die Einreichung ist ganz unkompliziert und kann per E-Mail, Post oder über die Website erfolgen. Es geht darum, Zivilcourage sichtbar zu machen und zu zeigen, dass in unserer Gesellschaft noch immer viele Menschen für Gerechtigkeit und Zusammenhalt einstehen.
Zivilcourage im Alltag
Der Preis wird seit 2002 jährlich verliehen und hat sich zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Jena entwickelt. Zivilcourage ist mehr als nur ein Wort – es ist eine Haltung, die in einer offenen und menschenrechtsorientierten Gesellschaft unerlässlich ist. Tobias Wolfrum, Geschäftsführer von jenawohnen, betont die Bedeutung dieses Engagements im Lebensumfeld. Es geht darum, in bedrohlichen Situationen einzugreifen, auch wenn das Risiko besteht, selbst in Schwierigkeiten zu geraten. Das erfordert nicht nur Mut, sondern auch eine gehörige Portion Empathie.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche ruft die Bürger auf, Vorschläge einzureichen. Er hebt hervor, wie wichtig eine aufmerksame Stadtgesellschaft ist. Die feierliche Preisverleihung findet am 25. September 2026 im Jenaer Rathaus statt, und beide Preisgelder von jeweils 1.000 Euro werden von Jenawohnen gestiftet. Ein schöner Anreiz, um die Zivilcourage in Jena zu fördern.
Die Herausforderungen der Zivilcourage
Doch was hindert viele Menschen daran, zivilcouragiert zu handeln? Oft ist es die Angst vor sozialer Isolation oder die Furcht vor möglichen Konsequenzen. Eine Studie, die die Motive, Chancen und Hindernisse für Zivilcourage im Alltag untersucht, zeigt, dass viele Menschen mit Wegsehen und Schweigen reagieren, wenn sie mit Ungerechtigkeit konfrontiert werden. Das ist schade, denn Zivilcourage könnte viel bewirken. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, steigt beispielsweise mit der emotionalen Nähe zu den Betroffenen. Wenn wir alle ein bisschen mehr Empathie zeigen, könnten wir viel erreichen.
In einer Zeit, in der soziale Netzwerke und öffentliche Plätze oft als Schauplätze für Konflikte dienen, ist es wichtiger denn je, eine Stimme zu erheben und aktiv zu werden. Zivilcourage kann durch Erziehung und positive Erfahrungen gefördert werden. Schulen sollten den jungen Menschen die Werte der Zivilcourage näherbringen. Das, was im Kleinen beginnt, kann im Großen einen Unterschied machen.
Die Veranstaltung zur Preisverleihung ist nicht nur ein Fest für die Preisträger, sondern auch eine Erinnerung an uns alle, dass Zivilcourage in unserem Alltag verankert werden sollte. Schaut euch um, denkt an die Menschen, die täglich für Gerechtigkeit kämpfen, und lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sie die Anerkennung bekommen, die sie verdienen.