Im Kyffhäuserkreis gibt es gute Nachrichten für alle Radfahrer! Die Holzbrücke in Schönfeld, die seit März 2022 wegen Einsturzgefahr gesperrt war, steht kurz vor ihrer Wiedereröffnung. Das sorgte in der Region für einige Umwege und sicherlich auch für ein paar frustrierte Gesichter, denn die Umleitung war nicht gerade optimal. Aber jetzt gibt es endlich Licht am Ende des Tunnels! Antje Große, die Bauamtsleiterin von Artern, zeigt sich zuversichtlich, dass die neue Brücke im Sommer wieder für Radfahrer und Fußgänger zugänglich sein wird. Die Montage des neuen Aluminium-Brückenbauwerks könnte voraussichtlich bereits im Juni stattfinden, sofern alles nach Plan läuft – also die Anlieferung des Bauwerks aus Westdeutschland und die Verfügbarkeit eines Krans rechtzeitig gesichert werden.

Die alte Brücke, die nicht nur ein Überbleibsel der Vergangenheit war, sondern auch als wichtige Verbindung zwischen dem Unstrut- und Unstrut-Werra-Radweg diente, wurde Ende November 2022 abgerissen. Die neuen Bauarbeiten kosten mehr als 440.000 Euro, wobei die Stadt Artern einen Großteil der Finanzierung durch Fördermittel sichern konnte. Nach der Montage müssen zwar noch Restarbeiten erledigt werden, aber die Vorfreude auf die Wiedereröffnung ist definitiv spürbar.

Förderprogramme für die Radinfrastruktur

Aber das ist nicht die einzige positive Nachricht für Radfahrer in der Region. Seit 2021 können Länder und Gemeinden Bundesmittel vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) für Radverkehrsinfrastrukturprojekte nutzen. Dieses Finanzhilfe-Sonderprogramm, bekannt als „Stadt und Land“, wurde mit den Bundeshaushalten 2023 und 2024 bis 2030 verstetigt. Insgesamt stehen bis zu 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung, was für viele Kommunen eine wahre Goldgrube darstellt. Im Haushalt 2025 sind sogar ca. 180 Millionen Euro eingeplant!

Das Ziel dieses Programms ist klar: die Verlagerung des Verkehrs auf den Radverkehr, insbesondere im ländlichen Raum. Mit über 3.500 bereits bestätigten Maßnahmen bundesweit zeigt sich, dass der Trend eindeutig in Richtung Radfahren geht. Die geförderten Maßnahmen umfassen unter anderem den Neu-, Um- und Ausbau von Radverkehrsnetzen, die Schaffung eigenständiger Radwege und Fahrradstraßen sowie die Errichtung von Radwegebrücken oder -unterführungen, die den Radverkehr sicherer und attraktiver machen sollen.

Der Weg zur klimafreundlichen Mobilität

Eine weitere spannende Entwicklung im Bereich der Radinfrastruktur ist die Förderung durch die Kommunalrichtlinie zur Verbesserung des fließenden Radverkehrs. Hierbei sind zwar einige Ausgaben, wie Grundstückskosten oder Planungsleistungen, nicht förderfähig, aber die Anpassung bestehender Radinfrastruktur an ein erhöhtes Radverkehrsaufkommen wird durchaus unterstützt. Das bedeutet, dass Städte und Gemeinden, die ihre Radwege sanieren oder ausbauen möchten, durchaus auf finanzielle Hilfe zählen können.

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Insgesamt zeigt sich, dass das Engagement für eine bessere Radinfrastruktur in Deutschland und speziell im Kyffhäuserkreis wächst. Mit der bevorstehenden Wiedereröffnung der Brücke in Schönfeld und den umfangreichen Förderprogrammen wird das Radfahren in der Region nicht nur sicherer, sondern auch attraktiver. Man kann nur hoffen, dass die Sommermonate viele Radfahrer auf die neuen Wege locken werden!