Kunst für das Hospiz: Schüler der Evangelischen Grundschule Nordhausen zaubern Freude mit bunten Bildern
In Nordhausen haben Schüler der Evangelischen Grundschule ein wunderschönes Projekt ins Leben gerufen. Mit viel Kreativität und Herz haben die Kinder bunte Bilder gemalt, die nun das Hospiz „Haus Geborgenheit“ in Neustadt schmücken sollen. Diese Aktion fand im Rahmen des Kunstunterrichts statt und hatte ein tiefgreifendes Ziel: etwas Schönes für Menschen zu schaffen, die sich im letzten Lebensabschnitt befinden. Es ist berührend zu sehen, wie die Kleinen mit ihren Kunstwerken ein Lächeln in die Gesichter der Hospizbewohner zaubern möchten.
Einige der Kinder hatten sogar die Gelegenheit, ihre Bilder persönlich im Hospiz zu übergeben. Hospizleiterin Antje Wolf-Sauer und ihr Team empfingen die jungen Künstler mit offenen Armen. Es war ein herzlicher Empfang, der den Raum mit Freude erfüllte. Wolf-Sauer hat bereits angekündigt, dass sie plant, diese Aktion nicht als einmaliges Ereignis zu belassen. Das Hospiz legt großen Wert auf Aktivitäten, die das Haus erhellen und den Bewohnern ein wenig Freude bringen.
Kunst für die Seele
Die Hospizkatze, ein weiterer beliebter Teil des Besuchs, wurde von den Kindern gestreichelt und sorgte für viele strahlende Gesichter. Die Verbindung zwischen der Evangelischen Grundschule und dem Hospiz scheint zu wachsen, denn es sind bereits weitere gemeinsame Projekte in Planung. Diese Initiative ist Teil einer deutschlandweiten Bewegung, die Kinder im Umgang mit Leben, Sterben, Trauer und Trost unterstützt. Das Bundesprojekt „Hospiz macht Schule“, das seit 2008 von der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH durchgeführt wird, hat das Ziel, Kindern einen Raum zu geben, in dem sie Fragen zu diesen Themen stellen können.
Über 800 Projektwochen wurden bereits in Grundschulen bundesweit durchgeführt. Das zeigt, wie wichtig und notwendig solche Angebote sind. In einer Welt, in der Erwachsene oft mit Ängsten und Unsicherheiten konfrontiert sind, ist es umso wichtiger, dass Kinder sich mit diesen existenziellen Themen auseinandersetzen können. Sie müssen wissen, dass ihre Fragen berechtigt sind und dass es Antworten gibt. Wolf Erlbruch bringt es mit den Worten auf den Punkt: „So ist es also, wenn ich tot bin… Der Teich – allein. Ganz ohne mich.“
Ein Raum für Fragen
Die Projekte des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) bieten vielfältige Ansätze, um Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Trauer näherzubringen. Ob in Schulen, Hospizen oder anderen Einrichtungen – die Angebote sind breit gefächert. Die Schulungen für Ehrenamtliche, die an diesen Projekten teilnehmen möchten, finden in verschiedenen Formaten statt, um sicherzustellen, dass jeder gut vorbereitet ist.
Die nächsten offenen Befähigungskurse sind bereits festgelegt und versprechen spannende Inhalte für alle, die sich engagieren möchten. Die Frage, wie wir mit dem Thema Tod umgehen, wird nicht nur in Schulen angesprochen, sondern auch in Projekten wie „Gib mir `n kleines bisschen Sicherheit“ oder „Endlich. – Umgang mit Sterben, Tod und Trauer“. Diese Initiativen helfen, einen Raum zu schaffen, in dem Kinder sich wohlfühlen, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken.
In diesem Sinne ist die Aktion der Evangelischen Grundschule Nordhausen ein wunderbares Beispiel dafür, wie Kunst und Menschlichkeit Hand in Hand gehen können. Es ist ein kleiner, aber signifikanter Schritt, um das Thema Trauer und Sterben in unserer Gesellschaft präsenter zu machen und denjenigen, die sich damit auseinandersetzen müssen, ein wenig Licht und Trost zu spenden. Mehr Informationen dazu gibt es unter diesem Link.
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