Die Nordhäuser Hochschule hat ihre Türen für die zukünftigen Studierenden und interessierten Besucher geöffnet. Eine spannende Veranstaltung fand im August-Kramer-Institut statt, wo eine Vielzahl an Angeboten auf großen Anklang stieß. Von einem Raketenmodell aus dem 3D-Drucker bis hin zu praktischen Experimenten im Windkanal war für jeden etwas dabei. Die Atmosphäre war lebhaft, und während die Erwachsenen sich um den Erwerb von Sprach- und sozialen Kompetenzen am „Language Centre“ kümmerten, erfreuten sich die Kinder am Kinderschminken. Kalte Getränke und Popcorn rundeten das Angebot ab – eine wahre Freude für die Sinne!
Präsident Wagner stellte im großen Hörsaal die Hochschule vor und lud alle Anwesenden ein, mehr über die verschiedenen Studienmöglichkeiten zu erfahren. Besonders bemerkenswert war die Präsentation einer Mini-Drohne, die von den Studierenden selbst entworfen wurde. Der „Hochschulinkubator“ bot nicht nur körperliche Aktivitäten, sondern auch 3D-Druckmöglichkeiten, die das Interesse vieler Besucher weckten. Der Studentenclub Karzer war mit einem innovativen Projekt namens „Rollbert“ vor Ort und zeigte, was kreative Köpfe alles leisten können. Die Veranstaltung wurde von der nnz in Bildern dokumentiert, die die lebendige Stimmung eindrucksvoll festhielten. Mehr dazu gibt es hier.
Experimente im Windkanal und die Faszination 3D-Druck
Ein Highlight der Veranstaltung waren die praktischen Experimente im Windkanal, die von Mohamad Karaki entwickelt wurden. Im Rahmen seiner Masterarbeit hat er ein kostengünstiges Windkanal-Modell am Institut für Didaktik der Physik der Universität Münster entworfen. Dieses Modell erlaubt es, sowohl qualitative als auch quantitative Experimente durchzuführen und kann vollständig aus einem 3D-Drucker hergestellt werden. Die Idee, mit E-Zigaretten-Fluid Rauch zu erzeugen, um die Strömungslinien sichtbar zu machen, war einfach genial!
In dem Windkanal können verschiedene Objekte platziert werden, und die beeindruckenden Ergebnisse, die durch Nebel und LED-Beleuchtung erzielt werden, ziehen jeden in ihren Bann. Der Windkanal vermittelt grundlegende Konzepte der Strömungslehre und ermöglicht spannende Experimente zur Untersuchung von Kräften wie Auftrieb und Luftwiderstand. Die Erkenntnisse über Strömungsprofile, wie die Krümmung der Stromlinien, die auf Druckdifferenzen hinweist, sind nicht nur für Physikstudenten interessant, sondern auch für alle Technikbegeisterten. Wer mehr erfahren möchte, kann sich die Masterarbeit von Karaki (2024) herunterladen, die unter anderem auch im MNU-Journal 1.2025 veröffentlicht wird.
Die Zukunft des Lernens
Das Event in Nordhausen zeigt, wie wichtig es ist, innovative Lehrmethoden zu entwickeln und die Begeisterung für Wissenschaft und Technik zu fördern. Durch den Einsatz von 3D-Druck und praktischen Experimenten wird das Lernen nicht nur interaktiv, sondern macht auch richtig Spaß! Der modular aufgebaute Windkanal, der kostengünstig und einfach reproduzierbar ist, eröffnet neue Möglichkeiten für Schulen und Bildungseinrichtungen. Es vermittelt nicht nur Wissen, sondern weckt auch das Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern – und das ist schließlich das Ziel!
Die Publikation im MNU Journal, die für Januar 2025 angekündigt ist, wird sicherlich viele Pädagogen inspirieren und dazu beitragen, die Strömungslehre verständlich und greifbar zu machen. Vielleicht sehen wir bald in vielen Klassenzimmern solche tollen Experimente! Informationen dazu gibt es auch auf der Webseite von Alexander Pusch, der an diesem spannenden Projekt mitgewirkt hat und weitere Fragen zur Verfügung steht.
