In Nordhausen gibt es derzeit eine spannende Diskussion um den Blasii-Kirchplatz. Die dortige Kiefer, die von vielen als „Kletterkiefer“ bekannt ist, soll im Zuge der Neugestaltung des Platzes weichen. Stattdessen plant man, ein Klettergerüst einzurichten. Ein entsprechender Antrag wurde von Bündnis 90/Die Grünen in den Finanzausschuss eingebracht. Die Entscheidung über diesen Antrag wurde jedoch vertagt und soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses erneut besprochen werden. Die Finanzierung des neuen Klettergerüsts soll durch Spenden und ehrenamtliches Engagement erfolgen. Der Kinder-Kirchen-Laden hat bereits angekündigt, eine Spendenaktion zu organisieren, was die Vorfreude unter den Anwohnern steigert.
Wilma Busch von den Grünen betonte die Notwendigkeit, die Zustimmung der Stadträte einzuholen, da es sich um ein städtisches Grundstück handelt. Im Ausschuss gab es zwar grundsätzlich Zustimmung, jedoch wurden einige Fragen zur Finanzierung und zu den Folgekosten aufgeworfen. Georg Müller von der SPD wies darauf hin, dass die planungsrechtlichen Aspekte des Klettergerüsts geprüft werden müssen. Er schätzte die Kosten für das Klettergerüst, inklusive Fallschutz und Aufbau, auf zwischen 30.000 und 50.000 Euro. Christian Völkel von der CDU forderte die Ermittlung der tatsächlichen Kosten und eine Verankerung des Projekts im städtischen Etat. Für alle, die in Nordhausen leben, ist dies ein wichtiges Thema.
Finanzierungszusagen und Herausforderungen
Dank einer Finanzierungszusage für den Umbau des Blasii-Kirchplatzes können die Pläne nun konkreter werden. Insgesamt stehen vier Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Davon stammen drei Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und eine Million Euro aus den Städtebaufördermitteln des Thüringer Infrastrukturministeriums. Zudem hat die Stadt eine Million Euro Eigenmittel bereits im städtischen Haushalt eingeplant. Oberbürgermeister Kai Buchmann dankte den Fördermittelgebern für diese Zusage, die eine große Bedeutung für die Stadtentwicklung und die historische Altstadt hat, wie Bürgermeisterin Alexandra Rieger betonte.
Eine nationale und öffentliche Ausschreibung für den ersten Teilbereich des dritten Bauabschnitts nördlich um die Blasiikirche wird bald erfolgen. Die Bauarbeiten könnten im besten Fall im Februar 2025 beginnen, wobei alles von einer erfolgreichen Ausschreibung und dem Beschluss des Hauptausschusses am 18. Dezember abhängt. Der Fortgang der Planung und Umsetzung wird aktiv mit dem Fachamt für Stadtentwicklung, dem Stadtrat, den Ausschüssen und den betroffenen Bürgern diskutiert. Es bleibt spannend, wie sich die Diskussion um das Klettergerüst und die Neugestaltung des Platzes entwickeln wird.
Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Blasii-Kirchplatzes belaufen sich auf etwa fünf Millionen Euro. Die Neugestaltung soll bis zum übernächsten Sommer abgeschlossen sein, rechtzeitig zur 1100-Jahr-Feier der Stadt. Es wird viel darüber geredet, und die Anwohner sind gespannt, wie sich der Platz verändern wird. Frank Tuschy und Pascal Leibbrandt haben bereits Angebote für ein Klettergerüst aus regionaler Holzherstellung organisiert. Die geschätzten Kosten für dieses Klettergerüst liegen aktuell bei etwa 10.000 bis 15.000 Euro. Ein interessantes Detail ist, dass eine mögliche Förderschädlichkeit durch zusätzliche Spielgeräte bereits von der Stadtverwaltung geprüft wurde. Das Klettergerüst soll nicht im Bereich der Neugestaltung des Platzes aufgestellt werden, sondern im Bereich des ehemaligen Klimapavillons, der außerhalb des aktuellen Planungsgebiets liegt. Auch die laufenden Kosten für TÜV und Wartung werden als angemessen erachtet.
Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, die Stadt Nordhausen steht vor einer aufregenden Zeit der Veränderungen und Verbesserungen. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadträte letztlich abstimmen werden und welche weiteren Ideen und Beiträge aus der Bürgerschaft kommen. Man spürt förmlich die Vorfreude und das Engagement der Bürger, die sich eine attraktive und kinderfreundliche Umgebung wünschen.