Heute ist der 9.05.2026 und wir blicken nach Nordhausen, wo sich kürzlich einige bemerkenswerte Vorfälle rund um den Tierschutz ereigneten. Ein Mann und eine Frau haben in der Stadt, die bekannt für ihre historischen Altbauten ist, einen Hund beobachtet, der geschlagen wurde. Dieser Husky-Mischling war offensichtlich in einer misslichen Lage und wurde von den beiden jungen Leuten, einem 21-Jährigen und einer 18-Jährigen, am Donnerstag in ihre Wohnung geholt, nachdem sie ihn allein gelassen sahen. Ein wahrhaft mutiger Schritt, nicht wahr? Die beiden verständigten daraufhin umgehend die Behörden, und der Hund wurde in die Obhut eines Tierheims übergeben. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht nach dem Besitzer des Hundes, dessen Geschlecht bislang unklar bleibt. Das Ganze ist ein trauriges Beispiel dafür, wie Tiere oft unter unsäglichen Bedingungen leiden müssen (Quelle).
Doch das ist nicht alles, was die Tierschutz-Thematik in Nordhausen betrifft. Ein weiterer Vorfall hat das Veterinäramt auf den Plan gerufen. Ein Mann erhielt ein Verbot, Schafe und Ziegen zu halten oder zu betreuen, da er seit 2023 mehrfach gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hatte. Die Tiere waren auf dem Gelände des ehemaligen Schachts Wolkramshausen untergebracht und waren zuletzt an einer Straße zwischen Wernrode und Wolkramshausen umherirrend gesichtet worden. Ein Beinaheunfall zwischen einem Autofahrer und den Tieren führte schließlich zur Intervention des Veterinäramts. Bei einer Kontrolle wurden gravierende Missstände bei der Unterbringung und Versorgung der Tiere festgestellt. Diese Tiere trugen keine Ohrmarken, ein Umstand, der die Polizei auf den Plan rief. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Wiederholte Verstöße und Konsequenzen
Der Tierhalter war den Behörden bereits bekannt, denn 2023 gab es bereits tierschutzrechtliche Verstöße bei der Haltung von 25 Schafen. Auch hier waren die Tiere nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet und wurden schlecht versorgt. Das Veterinäramt hatte daraufhin die Schafhaltung aufgelöst und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Im September 2025 wurde der Mann erneut auffällig, diesmal auch mit Ziegen. Es scheint, als ob der Tierschutz in Nordhausen ein wiederkehrendes Problem darstellt, das ernst genommen werden muss.
Die Situation wurde so ernst, dass das Veterinäramt ein Haltungs- und Betreuungsverbot erließ und ein weiteres Ordnungswidrigkeitsverfahren einleitete. Zwei Tiere wurden vom Amt eingezogen und auf Kosten des Tierhalters anderweitig untergebracht. Komischerweise sind zwei weitere Tiere verschwunden, was nun ermittelt werden muss, ob sie möglicherweise bereits abtransportiert wurden. Das lässt einen schon nachdenklich zurück, wenn man über die Verantwortung nachdenkt, die Tierhalter für ihre Tiere tragen sollten.
Die beiden Vorfälle in Nordhausen sind Teil eines größeren Trends, der sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und anderen Ländern beobachten lässt. Immer wieder wird der Tierschutz auf die Probe gestellt, und es ist an der Zeit, dass wir nicht wegsehen. Die Geschichten dieser Tiere sind ein Aufruf, sich für die Schwächeren einzusetzen und endlich für bessere Bedingungen zu sorgen. Wir sollten alle ein bisschen mehr darauf achten, was um uns herum geschieht – nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Tiere.