In der Stadt Suhl wird derzeit ein neuer Anreiz geschaffen, um die Ausbildung von Gästeführern zu fördern. Aufgrund eines akuten Bedarfs an neuen Gästeführern hat die Stadtverwaltung eine finanzielle Unterstützung für Interessierte ins Leben gerufen. Die CCS GmbH wird die Ausbildung von zukünftigen Gästeführern bezuschussen, wobei die Touristik-Abteilung die Hälfte der Lehrgangskosten von insgesamt 650 Euro übernimmt. Diese Entscheidung fiel nach einer Diskussion im Kulturausschuss, während der Vorstoß der Fraktion Freie Wähler/Grüne im Februar-Stadtrat mittlerweile als obsolet betrachtet und zurückgezogen wurde. Weitere Details finden Sie in der ausführlichen Berichterstattung auf insuedthueringen.de.

Die Volkshochschule „Karl Mundt“ in Suhl plant ab Ende September 2025 die Einführung eines Qualifizierungskurses zum „Gästeführer für Suhl/Zella-Mehlis/Oberhof/Schleusingen“. Dieser Kurs ist eine bedeutende Initiative, um sprachgewandte Bewerber aus der Region zu gewinnen, die ihre Begeisterung für die Gegend mit anderen teilen möchten. Der Kurszeitraum erstreckt sich vom 27. September 2025 bis zum 15. März 2026 und umfasst insgesamt 120 Stunden Unterricht, der hauptsächlich an Wochenenden stattfindet. Die Unterrichtsorte sind die Volkshochschule in Suhl-Heinrichs sowie verschiedene touristische Einrichtungen der beteiligten Städte.

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung vermittelt umfassende Kenntnisse über die Chroniken, Stadthistorien sowie die Kultur- und Sportgeschichte der Region. Zudem werden Kommunikations-Techniken, Exkursionen und Besuche lokaler Museen in den Lehrplan integriert. Der Kurs berücksichtigt die Vorgaben des Bundesverbandes der Gästeführer e.V. (BVGD) und schließt mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung ab. Interessenten sollten sich jedoch beeilen, da der Anmeldeschluss für den Kurs bereits am 17. August 2025 endet. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf der Website der Volkshochschule zu finden: www.vhs-suhl.de.

Qualität und Standards im Beruf des Gästeführers

Die Bedeutung gut ausgebildeter Gästeführer im Tourismus kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie sind die Repräsentanten ihrer Städte und Regionen und tragen maßgeblich zur Attraktivität touristischer Angebote bei. In Deutschland ist der Beruf des Gästeführers nicht staatlich geregelt, was zu unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen und Qualifikationen führt. Um einen einheitlich hohen Standard zu gewährleisten, hat die EU in Zusammenarbeit mit dem BVGD Standards für die Gästeführerausbildung entwickelt. Diese Standards wurden in eigene Richtlinien des BVGD integriert, um die fortlaufende Qualifizierung der Mitglieder zu fördern.

Aktuell besitzen etwa 2.000 der rund 7.600 im BVGD organisierten Gästeführer ein BVGD-Zertifikat, das eine besondere Qualifikation signalisiert. Solche Zertifikate sind nicht nur ein Zeichen für Professionalität, sondern auch entscheidend für die Wahrnehmung und den Erfolg im Berufsfeld. Die Angebote der Gästeführer sind über das BVGD-Serviceportal die-gaestefuehrer.de verfügbar.

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